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Arbeitsgruppe hat sich konstituiert

IGHH will Reiche-Rückbau in den originalen Zustand

BÜCKEBURG. Die Arbeitsgruppe der Interessengemeinschaft Historische Herminenstraße (IGHH) hat sich konstituiert. Unter den Mitwirkenden gibt es juristische, architektonische und baufachliche Experten; außerdem ist ein Vertreter des Rates der Stadt Bückeburg beteiligt, wie der Sprecher der Gruppe, Dr. Christian Fricke-Neef, in einer Pressemitteilung ausführt.

veröffentlicht am 04.04.2018 um 15:31 Uhr
aktualisiert am 04.04.2018 um 18:00 Uhr

Ziel der IGHH ist der Erhalt des Hauses Reiche in der Herminenstraße. Dabei wird der Rückbau in den originalen Zustand sowie die Erlangung des Ensembleschutzes für das Gebäude gefordert (wir berichteten). Letzteres müsse notfalls im Rahmen einer fachaufsichtlichen Überprüfung der bereits erfolgten Aufhebung des Denkmalschutzes für dieses Gebäude beim zuständigen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, erreicht werden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nach einer Gebäudebegehung der Arbeitsgruppe habe sich herausgestellt, dass sich die denkmalwürdige Substanz auf deutlich mehr als fünf Prozent des Gebäudes beläuft und bei circa 50 bis 60 Prozent anzusiedeln sei, so die Einschätzung der IGHH. Denn zum einen seien die äußeren Wände des Gebäudes noch in ihrer originalen Substanz weitgehend vorhanden, ferner die Dachstrukturen und das Gesims fast vollständig erhalten. Darüber hinaus seien viele Decken abgehängt, sodass unklar ist, ob sich darunter möglicherweise noch wertvolle Stuckdecken im Originalzustand befinden.

Geplant sei im nächsten Schritt, auf die Stadt Bückeburg zuzugehen, um zunächst den drohenden Abriss des Hauses Reiche zu verhindern, so die IGHH weiter. Danach sind Gespräche mit der Stiftung Evangelisches Krankenhaus Bethel und dem Investor, der IMMAC AG, geplant. Ziel ist es, eine Integration von Haus Reiche in die Bauplanung zu erreichen. Die bisherigen baufachlichen Planungen hätten ergeben, dass es mindestens drei mögliche Lösungen gebe, wie das Haus Reiche in das geplante Seniorenkompetenzzentrum integriert werden könnte – mit nur geringfügigen Einbußen für die wirtschaftliche Führung des Pflegebetriebs, wie die IGHH ausführt.

Mittlerweile liegen der IGHH über 100 Unterschriften von Bürgern vor, die sich für den Erhalt des Hauses Reiche einsetzen. Die Öffentlichkeit soll nach Angaben der Interessengemeinschaft über den Fortgang des Verfahrens weiter informiert werden.red/rc




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