weather-image
27°
×

Henke: „Das ist so nicht hinnehmbar“

IGS: Sachsenhäger und Lindhorster Kinder draußen

Sachsenhagen/Lindhorst (jpw). Der Elternrat an der Gerda-Philippsohn-Schule in Sachsenhagen ist „auf der Palme“. Gegenwärtig werden in der Elternschaft fleißig Unterschriften gesammelt. Vor einigen Tagen ist klar geworden, dass von den 28 Viertklässlern wohl niemand die Chance bekommen wird, nach den Sommerferien die IGS in Stadthagen zu besuchen.

veröffentlicht am 22.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:42 Uhr

Nicht nur 28 Sachsenhäger Kinder, sondern insgesamt rund 60 Kinder aus Sachsenhagen, Hagenburg und Lindhorst werden nach derzeitigem Stand nicht einmal die Chance auf einen Losentscheid um einen der begehrten Plätze auf der IGS Stadthagen oder IGS Rodenberg bekommen.

Der Grund ist, dass die freien Plätze nur unter den Kindern aus dem jeweils neu festgesetzten Schulbezirk verlost werden. Sachsenhagen, Hagenburg und Lindhorst gehören aber nur zum jeweiligen Einzugsbereich. Die Eltern könnten nur im „Verteilerkonferenzverfahren“ hoffen, eventuell noch einen übrig gebliebenen Platz für ihre Kinder zu ergattern.

Den geplanten Modus will der Schulausschussvorsitzende des Kreistages, Herwig Henke (SPD) „so nicht hinnehmen“. Er bemüht sich gegenwärtig, vor der entscheidenden Sitzung des Kreistages am nächsten Dienstag, um eine andere Lösung.

Für die Neueinrichtung von drei neuen integrierten Gesamtschulen in Rodenberg, Obernkirchen und Helpsen zusätzlich zum Standort Stadthagen, hat sich die Landkreisverwaltung auf vier Schulbezirke mit Einzugsbereichen festgelegt. Damit soll unter anderem garantiert werden, dass in Orten, in denen Haupt- und Realschulen zugunsten der IGS wegfallen, möglichst kein Kind mangels Alternativen zum Fahrschüler werden muss.

Die Sachsenhäger Eltern weisen empört darauf hin, dass sich am Standort der alten IGS Stadthagen die Schullandschaft nicht ändert, Haupt- und Realschulen bleiben als Alternative bestehen. Trotzdem werden ihre Kinder vom bisher praktizierten Losverfahren ausgeschlossen, weil die Plätze zunächst an die Kinder des Schulbezirks vergeben werden.

Die zuständige Dezernentin des Landkreises, Eva Burdorf, sieht die Stadthäger Sondersituation und die damit verbundene besondere Verschlechterung für die Samtgemeinde Sachsenhagen nicht: „Das betrifft nicht nur die Samtgemeinde Sachsenhagen, es betrifft die Rintelner, die Bückeburger und alle die, die nicht direkt in den Schulbezirken wohnen.“ Es tue ihr ausdrücklich leid um die Kinder. Sie könne nur empfehlen, sich um freie Plätze an einer anderen IGS zu bewerben. Nach Stand der Dinge können das höchstens noch Helpsen oder Obernkirchen sein.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige