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Schon 120 Maßnahmen in Schaumburg gefördert / Kammer verlängert Weiterbildungsfonds

IHK fördert betriebliche Qualifizierung

LANDKREIS. Die Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK) unterstützt im Landkreis Schaumburg die betriebliche Qualifizierung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Der Weiterbildungsfonds wurde jetzt bis Ende 2019 verlängert.

veröffentlicht am 24.10.2018 um 15:50 Uhr

LANDKREIS. Rund 120 betriebliche Qualifizierungen hat die Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK) im Landkreis Schaumburg über ihren Weiterbildungsfonds bislang unterstützt. Jede fünfte aus dem IHK-Fonds geförderte Weiterbildung zielte auf den Aufbau von technischen Fertigkeiten und Wissen im Bereich Digitalisierung.

Vom Auszubildenden bis zum Geschäftsführer kann davon nach Angaben der IHK auch im nächsten Jahr jeder weiter profitieren. Auf Beschluss der Vollversammlung der IHK Hannover wurde der Weiterbildungsfonds angesichts zunehmenden Fachkräftemangels und einem steigenden Qualifizierungsdruck im Zuge der digitalen Transformation bis Ende 2019 verlängert.

„Zwei Drittel unserer Mitgliedsunternehmen haben heute bereits Probleme, geeignete Fachkräfte auf dem Markt zu finden. Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter hat durch den wachsenden Fachkräftemangel eine ganz neue Priorität bekommen“, sagt Günter Hirth, Leiter Berufsbildung der IHK. „Mit dem IHK-Weiterbildungsfonds wollen wir dabei relativ unbürokratisch und unmittelbar am Bedarf des einzelnen Betriebs unterstützen.“

In der gesamten IHK-Region wurden seit 2016 bereits rund 4 200 betriebliche Qualifizierungen durch den IHK-Weiterbildungsfonds mit einem Gesamtvolumen von 1,2 Millionen Euro zugesagt. Jede fünfte Förderung fiel in den Bereich Digitalisierung, rund ein Drittel der gesamten Fördersumme wurde dafür bewilligt.

Martin Wrede, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Stadthagen, ruft die Betriebe im Landkreis auf, den Weiterbildungsfonds der IHK mit Zuschüssen von 50 Prozent der Lehrgangskosten – bei Digitaler Weiterbildung oder der Qualifizierung von Flüchtlingen sogar von 75 Prozent – weiterhin intensiv zu nutzen.

Die Förderbedingungen sind laut IHK relativ einfach: Unternehmen, die zur IHK Hannover gehören, können einen Zuschuss für einen Firmenmitarbeiter beantragen. Wichtig sei, dass das Antragsformular der IHK einen Tag vor Lehrgangsbeginn zugeht und dass es sich um eine berufsbezogene Qualifizierung handelt, die mindestens 200 Euro netto kostet. Auch innerbetriebliche Maßnahmen, die von Externen durchgeführt werden, sowie berufsbezogene Fremdsprachenkurse können gefördert werden.

Bei Berechnung des Zuschusses werden Lehrgangskosten mit maximal 40 Euro pro Unterrichtsstunde berücksichtigt. Pro Jahr kann ein Unternehmen höchstens 3000 Euro erhalten.

Nicht gefördert werden Maßnahmen zur Erholung, Unterhaltung, für den Sport oder für sonstige private Zwecke, den Erwerb und Erhalt von Führerscheinen sowie die Teilnahme an Coachings, Supervision, Messen, Kongressen und Fachtagungen. Ausgeschlossen sind auch alle gesetzlich vorgeschriebenen Qualifizierungen, Prüfungsgebühren und –entgelte.

Antragsformulare sind auf den Internetseiten der IHK zu finden unter www.hannover.ihk.de/weiterbildungsfonds.




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