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Sendemast-Provisorium erregt weiter die Gemüter in Evesen

„Im Belagerungszustand“

Bückeburg (bus). Die mit der Aufstellung des Mobilfunkmastes gegenüber dem Eveser Feuerwehrhaus verbundenen Signale haben jetzt eine deutliche Reaktion im Ortsrat ausgelöst. Im Anschluss an unsere Berichterstattung habe er jede Menge Anrufe bekommen, schilderte Ortsbürgermeister Horst Schwarze seine Erlebnisse. „Das war wirklich schon wie ein Belagerungszustand.“ Er habe indes im Vorfeld der Masterrichtung „nichts gesehen und nichts gehört“. Schwarze: „Ich hatte von all dem wirklich keine Ahnung.“

veröffentlicht am 07.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:21 Uhr

Kämen auf der lästigen Seite andere Unannehmlichkeiten hinzu. So sei die Beseitigung des Schmutzes nicht einfach gewesen. „Anstelle der Anwohner wäre ich auch ärgerlich gewesen“, sagte Schwarze. Vor allen Dingen sei die fehlende Information der Bürger für ihn „nicht in Ordnung“. „Die Bürgerbeteiligung ist sehr wichtig“, betonte auch Wilhelm Klusmeier. Der Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen, der weder über Sitz noch Stimme im Ortsparlament verfügt, an dessen Sitzung er als Stadtratsmitglied aber in beratender Funktion teilnehmen darf, verdeutlichte „im Prinzip dagegen“ zu sein. „Es gibt aber keine andere Möglichkeit.“

Baubereichleiter Jörg Klostermann legte dar, dass das Thema bereits im September 2010 Gegenstand von Ortsratserörterungen gewesen sei. Damals habe eine Standortanfrage des Unternehmens „Telefonica“ vorgelegen, jetzt sei der Antrag von „Telekom“ gestellt worden. Die Anlage sei grundsätzlich zulässig und daher zu genehmigen. Sie diene hauptsächlich nicht der Versorgung der Ortslage, sondern der der Bundesbahnstrecke, auf der augenscheinlich Funklöcher existierten. Bei dem Sendemast handele es sich um ein Provisorium, das nur für ein Jahr genehmigt worden sei.

Auf dem Gebiet der Stadt werden gegenwärtig an elf Standorten 87 Sendeanlagen betrieben. Besonders hoch ist die Konzentration an den Standorten Windkraftanlage Meinsen-Warber, Warber Entlastungsgraben, Röntgenstraße, Bahnhofstraße und Ziegeleiweg, wo jeweils zwölf Sendeanlagen montiert sind.




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