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Wieso der „kleine grüne Kaktus“ verkümmert

Im gemischten Chor singt’s sich anders

Krankenhagen (who). Gut 104 Jahre waren die Sänger des MGV Krankenhagen unter sich. Seit sie sich im vergangenen Jahr entschlossen, Frauen in ihre Reihen aufzunehmen und den Traditionsverein in Gesangverein Krankenhagen umzubenennen, schwingen in der bisherigen Männerwelt andere Töne mit. Vieles klingt schon ganz ordentlich, aber hier und da ist noch musikalischer Abgleich nötig und die eine oder andere Neuerung im Liedgut ist bis auf Weiteres erst einmal zu den Akten gelegt. Das gestand der Vorsitzende Bernd Requardt zur ersten Hauptversammlung des GV Krankenhagen.

veröffentlicht am 16.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:31 Uhr

„Der kleine grüne Kaktus verkümmert seit Februar (2012) in den Notenmappen.“ So hatte es Gerhard Werner zur Verlesung durch den ersten Vorsitzenden aufgeschrieben. Der Chronist des Vereins trug wegen der Feier seines eigenen Geburtstages seinen launigen Jahresrückblick ausnahmsweise nicht selber vor.

Bereits zu Himmelfahrt beim Singen im Möllenbecker Wald gemeinsam mit dem MGV Immergrün Silixen, hatte das Projekt Gesangverein Krankenhagen seinen ersten öffentlichen Auftritt gehabt. Weitere folgten beim Pfingstgottesdienst in Friedrichswald, beim Backhausfest des Heimatvereins Krankenhagen und beim ersten Konzert am 17. November in der Erlöserkirche.

Kleine Schwächen wurden mit Flexibilität überbrückt, wo mal ein kleines Defizit zu „übersingen“ war. „Wir haben keine Lieder für Silberhochzeiten... aber unsere Standardlieder für alle Lebenslagen funktionieren auch“, hatte der Chronist vermerkt. Und weil der Auftritt in der Friedhofskapelle am Volkstrauertag „nicht so gut war“, werde in diesem Jahr weiter intensiv gearbeitet. So ließ Chorleiterin Rita Lüse, die auch verhindert war, ebenfalls durch den Vorsitzenden verlesen.

Dass seit Anfang des Jahres „zwei neue Sängerinnen“ den gemischten Chor verstärken, lasse Positives erwarten, sah Requardt optimistisch voraus. „Wenn wir so weitermachen, haben wir eine gute Zukunft.“

Mit Manfred Tschentscher ehrte er zuguterletzt einen Sänger für 50-jährige Mitgliedschaft, der einen Großteil der Vergangenheit des früheren MGV Krankenhagen miterlebt und mitgestaltet hat. Weitere Auszeichnungen für langjährige Treue warteten auf Wilhelm Meier sowie Peter Flentge, die seit 25 beziehungsweise zehn Jahren aktive Sänger sind. Für 25 Jahre als Förderer wurde Wilfried Meier geehrt, seit 20 Jahren Förderer sind Josef Wärmer, Jörg Sprick und Achim Wächter.

Der Vorsitzende des Gesangvereins Krankenhagen Bernd Requardt (r.) mit Manfred Tschentscher, der seit 50 Jahren Mitglied des Vereins ist. Foto: who




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