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Nice Guys lassen es am Ostbahnhof richtig krachen / Vorgeschmack auf Harry Potter, Teil sieben

Im „Minchen“: Mumien, Monstren, Mutationen

Bückeburg (jp). Freddy Krueger, Jason Vorhees, Matt Cordell oder Cropsy – all jene Kino-Serienkiller, die in den 80er Jahren zur Serienhatz auf kreischende Teenager bliesen, genießen heutzutage längst Kultstatus. Doch keiner beeinflusste die Popkultur so nachhaltig und intensiv wie der weißmaskierte Messerschwinger Michael Myers, den Regisseur John Carpenter erstmals 1977 in seinem Kultklassiker „Halloween“ als gestaltgewordenes, roboterhaft agierendes Unheil auf das Kinopublikum losließ und damit das Genre des Slasherfilms begründete. Ohne ihn hätte das bis dahin nur in den Vereinigten Staaten so populäre Halloweenfest sicherlich nie derartig Eingang in die europäische Jugend- und Feierkultur gefunden. Ohne Michael Myers also keine illuminierten Kürbisköpfe in Deutschland, keine Geistermaskeraden vor Allerheiligen und vor allem: keine alljährliche Halloween-Party mit den Nice Guys in der Bückeburger Szenekneipe „Minchen“.

veröffentlicht am 01.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 16:41 Uhr

Die Nice Guys ließen es in diesem Jahr im ehemaligen Ostbahnhof gleich von der ersten Minute an mit Neil Youngs „Rocking in a free world“, „Message in a bottle“ von Police und dem peitschenschnellen „Hard to handle“ von den Black Crowes so richtig krachen. Blues-Berserker Olaf Schulzik, diesmal als ebenso rotwangiger wie rothaariger Wikinger mit Trinkhorn und Zöpfchen gewandet, gönnte dem Publikum auch beim „20 Flight Rock“ von Eddie Cochran keine Verschnaufpause. Als Vorgeschmack auf das im Frühjahr erscheinende neue Album der Nice Guys erklang „Dein Lächeln“ – „ein bisschen schnulzig“ wie Frontmann Olaf zugeben musste, aber viel Inbrunst und – für die Nice Guys ungewöhnlich – komplett auf Deutsch gesungen.

Im zweiten Set des Abends gesellte sich dann Gastmusiker Norman Inoue an der Gitarre zu den Musikern auf der Bühne. Mit ihm (und im Geiste mit Billy Idol) beschworen die Nice Guys den „Rebell Yell“, bekundeten mit den Rolling Stones „Sympathy for the devil“ und sehnten sich mit Guns’n’Roses nach „Paradise City“.

Neu besetzt gegenüber früheren Minchen-Auftritten waren die Nice Guys zudem mit Jan Siegfried am Schlagzeug und Dirk Fasold am Bass, für den der Halloween-Gig aber auch zugleich den Abschied von der Band bedeutete. Ihrem kürzlich verstorbenen Bandmitglied Rüdiger Kirchhoff widmeten die Nice Guys den Robbie-Williams-Song „Angels“, bevor sie mit B.B. Kings „Let the good times roll“ auf die Zielgeraden des Abends einbogen.

Eine Schöne der Nacht.

Das „Minchen“ bevölkerte während der Halloween-Party einmal mehr eine Vielzahl ausgesucht grässlich ausschauender Geister- und Höllengestalten, wobei sich nicht nur ungewöhnlich viele spitzhütige weibliche Zauberlehrlinge die Ehre gaben (Hermione Granger und der in Kürze im Kino startende siebte „Harry Potter“ ließen grüßen), sondern auch der anfangs erwähnte krallenbewehrte Serienkiller Freddy Krueger.

Zu Halloween im Minchen gibt es eine Bildergalerie im Internet: www.landes-zeitung.de klicken.




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