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Motorclub Bückeburg lässt Ferienspaßkinder im Kart ihre Runden drehen

Im Rausch der Geschwindigkeit: „Die denken, dass sie fliegen!“

Bückeburg (wk). „Auf Vettel’s Spuren“ lautete das Motto einer Ferienspaßaktion, die der dem ADAC angeschlossene Motorclub Bückeburg (MCB) auf dem Schulhof der Herderschule ausgerichtet hat. Dabei konnten die knapp 30 jungen „Rennsporteleven“ einen kleinen Rundkurs mit einem Kart absolvieren, um – so Sabine Hilke, die stellvertretende Pressesprecherin des Vereins – quasi in die Fußstapfen des heutigen Formel I-Piloten Sebastian Vettel zu steigen, der seine Karriere zwar nicht beim MCB, wohl aber im Kart begonnen habe.

veröffentlicht am 05.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 07:21 Uhr

Bei dem zur Verfügung stehenden Kart handelte es sich um ein durchaus ernst zu nehmendes Fahrzeug: Ungedrosselt würden die aus 160 Kubikzentimeter Hubraum geholten 5,5 Pferdestärken für immerhin 80 Stundenkilometer Spitze reichen, verriet Hilke. Um die Anfänger jedoch nicht zu überfordern, hatten die Organisatoren die Motorleistung – neben einer Abschaltmöglichkeit per Funk – auf ein beherrschbares Maß reduziert. Dem Fahrspaß tat dies keinen Abbruch: „Wenn die erst mal im Kart drinsitzen, denken die eh, dass sie fliegen“, versprach Hilke.

Spaß besonders in den Kurven

Und so kam es denn auch, wie eine Umfrage unter den Teilnehmern ergab: „Wenn man fährt, fühlt sich das richtig gut an“, zeigte sich Luka Rohrbach (8) begeistert. Mit dem Kart könne man nämlich ordentlich Gas geben. „Vor allem in den Kurven macht das richtig Spaß.“ Kart fahren sei definitiv „besser als Fahrrad fahren“, schwärmte auch Yannek Wallbrecht (8). Allein schon „die Ausrüstung und die Flugkraft in den Kurven“ hatten es ihm angetan.

Ebenfalls dem Geschwindigkeitsrausch verfallen war Henner Nottmeier (10): „Umso schneller, desto besser“, befand er, riet aber trotzdem zu einer vorsichtigen Fahrweise: „Am Anfang sollte man nicht ganz auf’s Gas treten – später aber schon.“ Das Beste am Kart fahren sei das erreichbare „Tempo“, meinte Ann Sophie Sukoll (10). Allerdings sei das Lenken anfangs schwierig gewesen. Wer aber stieg denn nun in „Vettel’s Fußstapfen“? Andreas Göttsch, der stellvertretende Technikwart des MCB und für das Training des Nachwuchses zuständig, hatte seinen Favoriten schnell gefunden: die zehnjährige Jacqueline Wegner. „Sie ist mit dem Kart sofort klar gekommen“, stellte er anerkennend fest. „Total gutes Fahrgefühl – das ist selten, dass es gleich am Anfang so locker aussieht.“

Und in der Tat hatte das Mädchen den kleinen Flitzer mit ziemlichem Karacho zielsicher durch den Parcours gelenkt. „Es ging eigentlich ganz leicht und hat auch viel Spaß gemacht“, berichtete Jacqueline hinterher mit strahlenden Augen. Nur an das Gas- und Bremspedal sei sie noch nicht so gut ran gekommen. Dass sie dennoch zweimal „ganz schön schnell“ unterwegs war, führte die Bückeburgerin auf die Gunst der Stunde zurück: „Man muss es schon ausnutzen“, lachte sie.

Wer Interesse bekommen hat: Trainiert wird immer freitags (außer in den Schulferien) von 17 bis 18.30 Uhr auf dem in der Industriestraße in Stadthagen gelegenen Firmengelände der Spedition Bruns. Weitere Informationen gibt es beim MCB unter Telefon (0 172) 39 57 188 (Udo Hilke) oder (0 162) 89 36 550 (Andreas Göttsch).




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