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Gestern Verträge mit "Awo-Gesundheitsdienste gGmbH" unterschrieben

Im September eröffnet Dialysestation am Rintelner Kreiskrankenhaus

Rinteln (wm). Rinteln hat vom 1. September an eine eigene Dialysestation - allerdings zunächst nur für stationäre Patienten. Ein Ausbau auch auf ambulante Plätze sei im Gespräch, kündigte Volker Behnke, Geschäftsführer der "Awo-Gesundheitsdienste gGmbH" an. Er unterzeichnete gestern Nachmittag gemeinsam mit Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier die Verträge für die Station im Rintelner Kreiskrankenhaus.

veröffentlicht am 15.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Volker Behnke (l.) und Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier unt

Dr. Ernst Jürgen Kirchertz vom Dialysezentrum Bad Münder, der gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Steffen Krautzig die Rintelner Dialysepatienten betreuen wird, geht davon aus, dass die stationäre Einrichtung bis zu 60 Patienten mehr in das Rintelner Krankenhaus bringt. Die ab September anlaufende Einrichtung, so erläuterte Chefarzt Dr. Horst-Helmut Krause, nehme Patienten mit akutem Nierenversagen auf, alles Fälle, die bisher an die umliegenden Dialyseeinrichtungen hätten abgegeben werden müssen. Aber auch Patienten mit anderen Erkrankungen, die gleichzeitig drei Mal in der Woche zur Blutwäsche müssen, könnten jetzt in Rinteln behandelt werden, so Krause. Grundsätzlich, schilderte Kirchertz, steige die Zahl der Dialysepatienten bundesweit an. Das sei unter anderem eine Folge der "Alterspyramide", da besonders alte Menschen, die an Diabetes leiden, auch häufig von einem Nierenversagen betroffen seien. Schöttelndreier betonte, die Dialysestation erweitere das Leistungsspektrum des Kreiskrankenhauses in Rinteln und stärke den Standort. Die hohe Qualität der Versorgung werde gesichert durch die besondere Erfahrung der Awo-Gesundheitsdienste, die im Dialysebereich mit sechs Einrichtungen über 120 Plätze verfügen, damit über eine entsprechende Zahl von Fachärzten und nephrologisch ausgebildetem Fachpersonal.

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