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500 Besucher sehen in Sonderausstellung im Lauenauer Museum

Immer mehr alte Bilder aus der hundertjährigen Schulgeschichte

Lauenau (nah). Die Sonderausstellung zur hundertjährigen Schulgeschichte im Flecken Lauenau wird offenbar zum Publikumserfolg. In den ersten vier Wochen seit der Eröffnung sind über 500 Besucher registriert worden. Sie sollten vielleicht noch mal wiederkommen: „Wir erhalten dauernd neue Fotos und Unterlagen“, freute sich der Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins, Jürgen Schröder. Er hat bereits damit begonnen, neu zu dekorieren: „Wir könnten schon fast eine zweite Ausstellung machen.“

veröffentlicht am 14.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 08:22 Uhr

Schröders Optimismus, noch mehr Leute ins Museum zu locken, kommt nicht von ungefähr, denn die eigentlichen Feiern zum Jubiläum der Albert-Schweitzer-Schule sind erst am 12. November vorgesehen – mit einer Festveranstaltung in der Schule und einer „Wiedersehensparty“ am Abend im Bürgerhaus. Da dürfte so mancher auswärtige Gast auch noch Zeit für einen Museumsbesuch einplanen.

In der vergangenen Woche herrschte dort täglich quirliges Treiben. Alle zweiten bis vierten Klassen der Albert-Schweitzer-Schule staunten über die Schülerutensilien von einst sowie über Schulbank, Tintenfass und Rohrstock. Sie entdeckten Lehrer- und Hausmeisterfotos und verglichen sie mit deren heutigem Aussehen. Unversehens aber wurden sie auch auf andere Exponate zur örtlichen Geschichte aufmerksam: „Das ist ja interessant hier“, staunte ein Achtjähriger über Feuerspritze und alte Ansichtskarten, über Bergmannsuniformen und die alte Schusterstube. Nun will er die Eltern bitten, einmal zu normalen Museumszeiten wiederzukommen. Bei erwachsenen Besuchern hat der Vorsitzende seine Aufforderung wiederholt erneuert, sich doch in die im Obergeschoss ausgehängten Listen neben den alten Klassenfotos einzutragen. Viele haben davon schon Gebrauch gemacht, sodass etliche Bilder lückenlos dokumentiert sind. Schröder hofft, dass während der vorerst bis Mitte November terminierten Schau noch viele weitere Informationen hinterlassen werden.

Bei der Betreuung der vielen Schulkinder hat der Vorsitzende des Museumsvereins etliche bemerkenswerte Szenen erlebt. Als er einige seiner jungen Zuhörer auf ein Foto aus der Nachkriegszeit hinwies, auf dem Abc-Schützen wegen der Armut der Eltern keine Schultüten trugen, erwiderte ihm ein Junge: „Ich hatte auch keine. Es ist doch wichtiger, sich etwas zum Essen kaufen zu können.“




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