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Gartenbesitzer ärgert sich über Schneideaktion eines Unbekannten

In der Hecke gähnt ein Loch

Altenhagen II (nah). Jürgen und Renate Dietrich sind mächtig sauer. Seit vielen Jahren pflegen sie eine kleine Gartenparzelle in direkter Nachbarschaft zum örtlichen Friedhof. Nur die große Ligusterhecke konnte noch nicht beschnitten werden, weil sein Besitzer seit Wochen unter einem „Tennisarm“ leidet. Das muss einem Unbekannten nicht gepasst haben: Er schnitt ein großes Loch in die grüne Einfriedung.

veröffentlicht am 02.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:22 Uhr

„Das ist schon recht happig“, machte Dietrich seinem Ärger Luft. Denn das immergrüne Blattwerk bot bislang Schutz vor neugierigen Blicken und vor Dieben. Erst im vergangenen Jahr hatte er den Verlust von Blumen und sogar von einem kleinen Apfelbaum beklagen müssen. Nun stand er vor einer erneuten Möglichkeit zum illegalen Zutritt: Das Loch ist trotz eines dahinter befindlichen Komposthaufens von der Straße aus nicht zu übersehen.

Äste von bis zu vier Zentimeter Durchmesser waren genau am Ende seines Grundstücks knapp über dem Boden abgeschnitten worden. „Irgendjemand hat die Ecke nicht gepasst“, glaubt er beim Blick auf die Einmündung des kleinen Feldwegs in die Landstraße. An mangelnder Sicht kann es nicht gelegen haben: Dann hätten andere Zweige fallen müssen.

„Wen das störte, hätte ja zu mir kommen können“, ärgert sich Dietrich über die Selbstjustiz, zumal der Grünschnitt nun auf der anderen Wegseite liegt und vor sich hin gammelt: „Das räumt doch bestimmt keiner weg.“

Weil Dietrich den illegalen Schnitt als Sachbeschädigung ansieht, hat er inzwischen Anzeige bei der Polizei erstattet. Und er wird zur Heckenschere greifen. Sein „Tennisarm“ ist so weit geheilt, dass er dem Liguster wieder eine ansprechende Form verpassen kann. Nur das Loch wird ausgespart: „Das dauert Jahre, bis es zugewachsen ist“, weiß Dietrich aus leidvoller Erfahrung. Schon einmal hatte es durch das Versehen eines Friedhofswärters einen Schaden an der Hecke geben. Sieben Jahre habe es gedauert, rechnete Dietrich nach, bis das Loch nicht mehr zu sehen war.




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