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Stadtkirchengemeinde beschreitet beim Konfirmandenunterricht neue Wege

"In der Pubertät an allem interessiert, nur nicht am Glauben"

Bückeburg (rc). Neue Wege beschreitet die Stadtkirchengemeinde Bückeburg beim Konfirmandenunterricht. Bei diesem Modell wird das erste Jahr um drei Jahre vorverlegt. Die Konfi-Kinder sind also neun bis zehn Jahre alt und im vierten Grundschuljahr, wenn sie beginnen. Nach diesem Jahr w ird es eine Pause von drei Jahren geben. Das zweite Konfi-Jahr ist dann wie gewohnt während der 8. Klasse. Die Konfirmation der Kinder ist also wie geplant im Frühjahr 2013.

veröffentlicht am 11.07.2008 um 00:00 Uhr

Wie Pastorin Anne Riemenschneider in einem Brief an die infrage kommenden Eltern schreibt, wolle sie nach den Sommerferien mit diesem Modell beginnen. Das Modell sei bereits vor 20 Jahren entwickelt worden und habe sich inzwischen in vielen Gemeinde bewährt, so die Pastorin. Da in Bückeburg mehrere Pastoren sind, wird auch weiterhin das traditionelle Modell geben, das den Unterricht für die siebten und achten Klassen anbietet. Die Gründe, die für dieses Modell sprechen, seien vielfältig, schreibt die Pastorin weiter. Kinder seien mit neun oder zehn Jahren für religiöse Themen viel aufnahmebereiter als Jugendliche, die "während der Pubertät an vielem interessiert sind, aber wenig am Glauben". Kinder hätten ein Recht aufReligion, sodass die Eltern bei dem vorgezogenen Konfi-Unterricht bei der religiösen Erziehung unterstützt werden. Jesus stelle die Kinder als Vorbilder dar, deren Vertrauensbereitschaft und Begeisterungsfähigkeit nur zwei von vielen Eigenschaften seien, die sie Erwachsenen voraus hätten. Und, nicht ganz uneigennützig: "Unsere Gemeinde braucht die Anwesenheit der Kinder in den Gottesdiensten und Veranstaltungen. Sie gehören zu uns dazu." Die Kinder seien in einem Alter, in dem sie sich noch gerne von ihren Eltern begleiten lassen: "Darin liegt eine große Chance für die Beziehung zu ihrem Kind." Kinder seien schulisch noch nicht so stark beansprucht wie in der 7. Klasse, fährt die Pastorin fort. Der "Unterricht" werde wenig schulisch sein. Je nachdem, wer sich zur Mitarbeit bereit erkläre, würden Projekttage angeboten, Ausflüge gemacht oder Gottesdienste und Feiern vorbereitet. Nach dem ersten Jahr wird den Kindern eine Urkundeüberreicht. In der Zeit zwischen ersten und zweiten Konfi-Jahr wird die Pastorin Kontakt halten, in welcher Form werde sich noch entwickeln: "Es wird ein spannender Prozess, dessen Verlauf mit davon abhängt, wer sich zur Mitarbeit gewinnen lässt." Nähere Infos beim Elternabend am heutigen Freitag, 11. Juli, um 19.30 im Gemeindehaus neben der Stadtkirche in Bückeburg.




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