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Oktoberfest-Stimmung im Schlosspark: Bückeburger stellen ihre Wiesntauglichkeit unter Beweis

In Dirndl und Lederhose über Tische und Bänke

Bückeburg (bus). Da legst di nieder! Die einheimischen Freunde weiß-blauen Traditionsbrauchtums haben am Wochenende erneut ihre unbedingte Wiesntauglichkeit unter Beweis gestellt. Bei dem heuer in der 13. Auflage vom „Warmbrunn Motz“ im Schlosspark auf die Beine gestellten Oktoberfest ging drei Tage lang die bayerische Post ab. „Da kann man wirklich nicht klagen, dangschee und vagaidsgood fia de scheena Amde“, meinte der frohgemute Festwirt.

veröffentlicht am 11.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 19:41 Uhr

Die Bückeburger Ausgabe der Münchner Gaudi – dort strömten in 17 Tagen rund 6,4 Millionen Besucher über die Theresienwiese, die insgesamt sieben Millionen Maß Bier sowie 117 Ochsen und 59 Kälber verputzten – konnte seinem Vorbild zwar nicht ganz das Wasser reichen, war aber dennoch eine runde Sache. Was zum einen an den moderaten Preisen (Haxe mit Kraut: 7,50 Euro, Brezel: 2,50 Euro, eine Maß Bier: 7,50 Euro), zum anderen an der hervorragenden Musik lag. Alles in allem betrachtet macht den Erfolg aber wohl hauptsächlich die große Feierfreude der Besucher aus.

Das Fest ist mittlerweile dermaßen bekannt und beliebt, dass Warmbrunn im Vorfeld auf umfangreiche Werbeaktionen verzichten kann. Auch ohne großflächig plakatiert oder die Reklametrommel gerührt zu haben, verbuchte der Veranstalter an allen drei Tagen ein „ausverkauftes“ Zelt. Schon bald nach Einlasseröffnung standen die ersten Gäste tanzend auf den Bänken und ließen es sich – oans, zwoa, gsuffa – gut gehen.

Dabei profitierten die Oktoberfestler von den bestens aufgelegten „Reuscher Musikanten“, die einmal mehr ihren Ruf als großartige Gaudi-Kapelle unter Beweis stellten. Die Formation aus dem Frankenland hatte alles im Gepäck, was in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten in irgendeiner deutschsprachigen Hitparade auf vorderen Plätzen zu finden war.

Ins Auge fiel, dass von Jahr zu Jahr mehr Gäste ihre Kleidung dem Anlass gemäß wählen. Auch diesseits des Weißwurstäquators prägen fesche Dirndl zuhauf und etliche Krachlederne zunehmend die Oktoberfestszenerie. Dass den Bückeburger Ableger des süddeutschen „Ozapft-is-Spektakels“ gelegentlich eine Brise rheinischen Karnevals durchwehte, tat dem Vergnügen im Schlosspark überhaupt keinen Abbruch.

Viele weitere Fotos finden Sie im Internet unter landes-zeitung. de, Lokales – Bildergalerien.

Angesichts der vielen Dirndl-Mädels möchten die Buam kleidungstechnisch nicht hintanstehen und kommen in zünftigen Krachledernen daher.




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