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Selbsthilfe-Stelle der Paritäten will Menschen in Kontakt bringen

„In-Gang-Setzer“ gesucht

BÜCKEBURG. Im Paritätischen Schaumburg ist mit dem Projekt „In-Gang-Setzerinnen und In-Gang-Setzer“ ein Vorhaben in Angriff genommen worden, das helfen soll, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und sich in Gruppen auszutauschen.

veröffentlicht am 13.06.2018 um 12:07 Uhr
aktualisiert am 13.06.2018 um 16:20 Uhr

Isabell Rüter (v. li.), Claudia Walderbach und Viviane Redinger suchen In-Gang-Setzer. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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Wie Claudia Walderbach und Isabell Rüter von der Selbsthilfe-Kontaktstelle sowie Geschäftsführerin Viviane Redinger darlegen, soll das Projekt neu gegründete Gruppen begleiten.

„In der Anfangsphase von Selbsthilfegruppen fühlen sich die Teilnehmer häufig unsicher und verfügen mitunter über wenig Erfahrung, wie eine Gruppe gemeinsam auf den Weg gebracht werden kann“, erläutern die Expertinnen. „In dieser Situation empfinden es viele als hilfreich, wenn sie eine Zeit lang begleitet werden.“

Die Begleitung erfolge durch sorgfältig geschulte Ehrenamtliche, die von der Kontaktstelle engmaschig betreut werden. Die Unterstützung orientiere sich am individuellen Bedarf und werde so lange geleistet, bis die Gruppe stabil zueinandergefunden habe.

Die In-Gang-Setzer kümmern sich vor allen Dingen darum, dass die Gruppenmitglieder miteinander vertraut werden und ins Gespräch kommen. Sie organisieren Vorgespräche und sind bei den ersten Treffen im Einsatz. „Sie geben der Gruppe Orientierung, wenn es erforderlich erscheint“, verdeutlichen die Initiatorinnen.

Genauso notwendig sei es aber auch, sich zurückzunehmen, wenn die Gruppe selbst Aufgaben übernehmen kann und ein Gespräch begonnen hat.

Gesucht werden Menschen, die sowohl kontaktfreudig, einfühlsam und lebenserfahren als auch tolerant, zuverlässig und flexibel sind. Die Schulung beginnt im Oktober und dauert insgesamt sechs Tage. Weitere Informationen unter der Telefonnummer (0 57 22) 95 22 20 und in der Kontaktstelle (Bückeburg, Dammstraße 12a, Sprechzeiten mittwochs 14 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr sowie nach Terminvereinbarung).

In der Kontaktstelle steht seit dem 1. Juni Mara Binder als Ansprechpartnerin für junge Menschen zur Verfügung. Das Angebot soll auch in Schulen und Kindergärten bekannt gemacht werden. „Junge Leute verfügen häufig über andere Interessen und Anliegen als Erwachsene“, erklären die Fachfrauen. Hier seien andere Formate gefragt, um aufzuzeigen, dass Selbsthilfegruppen mehr bedeuten als „im Kreis zu sitzen und zu jammern“.

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