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Tipps zum Anbringen von Bildern in der Wohnung

Ins rechte Licht gerückt

veröffentlicht am 01.08.2015 um 00:00 Uhr

Nicht jeder will seinen Gästen gleich die Ahnengalerie präsentieren. Der Standort für ein Bild sollte deshalb gut überlegt sein. „Es gibt in einer Wohnung eine sogenannte Intimitätshierarchie“, erklärt die Innenarchitektin Ines Wrusch. Flur und Diele sind die öffentlichsten Räume, dort empfängt man auch Fremde. Wohnzimmer und Küche sind etwas intimer, dort treffen sich meist nur Familie und Freunde. Entsprechend persönlicher kann der Wandschmuck ausfallen. „Dem einen macht es nichts aus, wenn Besucher die Fotos vom letzten Urlaub oder die Ahnengalerie der Familie sehen können“, sagt Wrusch. „Ein anderer ist da zurückhaltender.

Die Positionierung der Bilder in der Wohnung hängt ganz entscheidend von der Blickrichtung des Betrachters ab. Von wo aus sollen sie gut zu sehen sein? Dabei sind Fenster und Lichtquellen im Raum zu berücksichtigen. „Es soll sich nichts spiegeln, und es darf nichts blenden“, erklärt Iris Vollmann von der Brancheninitiative Licht.de.

Wichtig sind auch Überlegungen zum Format und der Ausrichtung: Ein Querformat mit dem Motiv eines tiefen Horizonts gibt etwa einem engen Raum Weite. Ein Raum, dem Tageslicht fehlt, kann mit Bildern von Licht und Sonne heller wirken. Ruhe im Zimmer wird erzeugt, wenn beim Aufhängen auf Bezugslinien im Raum geachtet wird.

Bilder farblich passend zur Einrichtung auszusuchen, muss nicht sein: „Das wird weder den Bildern gerecht, noch wertet es die Wohnung auf“, sagt Wrusch. Wie ein Bild im Raum wirkt, lässt sich vor dem Kauf oft ausprobieren: Etwa Artotheken öffentlicher Bibliotheken verleihen Kunst. „Auch Galeristen bieten ihren Kunden an, ihre Kunstwerke vor dem Kauf für einige Zeit probeweise zu Hause aufzuhängen“, sagt Silvia Zörner vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler.

Dann kommt es darauf an, das Bild ins rechte Licht zu rücken. Es gibt Bilderleuchten, die an der Wand über dem Bild, dahinter oder auf Möbeln montiert werden. Auch mit Deckenstrahlern oder flexiblen Deckenleuchten lassen sich schöne Effekte erzielen. Breiter strahlende Leuchten sorgen für eine Grundhelligkeit, sie taugen für größere Bilder. Spots eignen sich für einzelne Objekte.

„Das Licht sollte von schräg oben aus einer Entfernung von einem bis anderthalb Metern von der Wand auf das Bild strahlen“, rät Vollmann. „So wirft der Betrachter keinen Schatten auf das Bild, und Reflexionen werden vermieden.“ Sind die Leuchten nah am Bild angebracht, dürfen die Lampen nicht mehr als 20 Watt haben. Sonst werden sie zu warm und können das Bild schädigen. Lampen mit einem Ra-Index 80 bis 90 sorgen für eine möglichst naturgetreue Farbwiedergabe. Für perfekte Brillanz sorgen Niedervolt-Halogenlampen mit einem Wert von 100.




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