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Integration im Haus des Kindes

Bückeburg (rc). Im Haus des Kindes wird es künftig eine integrative Krippengruppe geben, das heißt, dass behinderte und nicht behinderte Kleinkinder im Alter von einem bis drei Jahre gemeinsam in einer Gruppe betreut werden. Drei Plätze wird es geben, wie Georg Steilmann, Leiter der Einrichtung des Paritätischen an der Bahnhofstraße im Ausschuss für Jugend und Familie erläuterte – der das Vorhaben einstimmig absegnete.

veröffentlicht am 27.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 12:41 Uhr

Nicht nur, weil es die Stadt nichts kostete, sondern auch weil die Stadt eine landesweite Vorreiterrolle übernimmt. Denn im Landkreis gibt es nur einen solchen Platz, in Niedersachsen 189. Entsprechend fördert das Land das Modellvorhaben in Bückeburg mit viel Geld. Denn neben den Kosten für eine zusätzliche heilpädagogische Fachkraft werden auch die Sachkosten für die spezielle Einrichtung der Gruppen übernommen. Die Bezahlung ist – zunächst – bis Juli 2012 befristet, dann, wenn ohnehin jedes Kind gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz hat.

Um die drei integrativen Krippenplätze anbieten zu können, müssen drei „normale“ Krippenplätze gestrichen werden, wie Steilmann erläuterte. Was vom Ausschuss aber nicht weiter als tragisch angesehen wird, da die Stadt mit dem Auf- und Ausbau ihrer Krippenplätze führend ist. Ausschussvorsitzende Anka Knechtel (SPD): „Diese integrativen Plätze sind ein weiterer Baustein in der breiten Angebotspalette der Stadt.“

Die drei Plätze sind schon so gut wie belegt, wie Steilmann sagte. Als ein Aufruf in der Zeitung gestanden hatte, habe bei ihm das Telefon nicht mehr still gestanden. Viele hätten sogar gesagt, nur wegen eines solchen Krippenplatzes nach Bückeburg ziehen zu wollen. Und lobte: „Das zeigt mir, dass das Angebot an Krippenplätzen in Bückeburg vorbildlich ist.“ Und im Haus des Kindes auch.




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