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Jazz-Musik vom Feinsten beim „Club-Abend im Palais“

Intonierte Weltoffenheit und Toleranz

Bückeburg. „Jazz ist wahrscheinlich die einzige heute existierende Kunstform, in der es die Freiheit des Individuums ohne den Verlust des Zusammengehörigkeitsgefühls gibt!“ Mit diesem von dem renommierten Jazz-Pianisten Dave Brubeck entliehenen Zitat eröffnete Prof. Dr. Andreas Blindow den „Club-Abend im Palais“, der zweifelsfrei den Höhepunkt der am vergangenen Wochenende gefeierten dritten Ausgabe des „Blindow Jazz Meeting“ darstellte.

veröffentlicht am 20.07.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:22 Uhr

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Der Jazz stehe nämlich, so der Geschäftsführer der Bernd-Blindow-Schulen respektive der Schulen Dr. Kurt Blindow weiter, wie kaum eine andere musikalische Stilrichtung für „Freiheit ohne Konventionen“. Und weil sich die Frage förmlich aufdrängte, wo denn der inhaltliche Zusammenhang zwischen diesen Unternehmen und der Jazzmusik zu finden ist, lieferte er die passende Antwort gleich mit: „Während Bildung zu Weltoffenheit, Aufklärung, Toleranz, zu innerer Veränderung und sozialer Fantasie führt, ist Jazz die musikalische Expression dieser Errungenschaften.“

Nach dieser Einleitung, die Blindow noch mit dem Hinweis garnierte, dass man Jazzmusik „nur lieben oder hassen“ könne, präsentierten die auf der im Park aufgebauten großen Bühne sowie auf einer kleinen Bühne im Foyer agierenden virtuosen Musiker dann auf ihre Art jede Menge guter Argumente dafür, warum man sein Herz an dieses Genre verlieren kann. Zumindest, was den mitreißenden New Orleans Jazz betrifft, der – kombiniert mit südamerikanischen Klängen – im Fokus des „Club-Abends“ stand. Und egal welche Formation die Instrumente in der Hand hatte und welcher Musiker gerade mal wieder harmonisch über die Akkorde improvisierte, stets war es ein Hochgenuss, deren Treiben zuzuhören. Wobei die englische Sängerin Denise Gordon, Frontfrau der „Denise Gordon/Thomas l’Etienne International Band“, zu deren Vita unter anderem ein Gastspiel anlässlich des goldenen Thron-Jubiläums von Queen Elisabeth im Buckingham Palace gehört, dem Ganzen mit ihrer kraftvollen Stimme die Krone aufsetzte. Insgesamt gaben an diesem gut besuchten Abend acht Bands Jazz-Musik vom Feinsten zum Besten, darunter auch das Schaumburger Duo Little-Jazz alias Helmut Rinne und Christoph von Storch, wobei die beiden Lokalmatadoren auch noch in anderen Bandbesetzungen im Foyer mitmischen. Rinne war es übrigens, der das Event einmal mehr zusammen mit dem ebenfalls in Bückeburg lebenden Saxofonisten Siegfried Groth organisiert hatte.

Die „Denise Gordon/Thomas l’Etienne International Band“ mit Frontfrau Denise Gordon war der Top-Act beim „Club-Abend im Palais“. wk




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