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Vortrag über Jesus und Mohammed

Islam – Religion und Staat zugleich

Bückeburg (mig). Immer wieder Bezug nehmend auf die aktuelle Islam-Debatte hat Pastor a.D. Fiebig im Gasthaus Fenkner einen kenntnisreichen Vortrag über Jesus und Mohammed gehalten. Auf Einladung des Heimatvereins stellte Fiebig „manche Gemeinsamkeit“, aber auch „manchen Unterschied“ heraus.

veröffentlicht am 28.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 17:21 Uhr

Große Unterschiede machte Fiebig vor allem an der Trennung von weltlicher Macht und Kirche fest. Während der christliche Glaube zwischen Staat und Kirche trenne, sei der Islam Religion und Staat zugleich, so Fiebig. Er habe eine politische Zielrichtung und wolle einen eigenen Staat auf der Grundlage der Scharia (islamisches Recht) und der Umma (muslimische Weltgemeinschaft) gründen. „Stark vereinfacht: Jesus predigte, betete und heilte. Mohammed predigte, betete und regierte“, erläuterte Fiebig. Welche Probleme das bis heute verursachen kann, zeige sich in Staaten, in denen die Scharia schon eingesetzt sei. Dort hätten andere Religionen einen schweren Stand. „Was Menschen hier argwöhnisch macht, ist wohl die Frage, was passiert, wenn die Muslime über 50 Prozent der Bevölkerung stellen“, so Fiebig, „dann müssten sie eigentlich dafür sorgen, dass die Scharia Gesetz wird.“

Hinzu komme, dass der Koran – als Allahs authentisches Wort – nicht historisch-kritisch ausgelegt werden darf.

Ebenfalls unterschiedlich gehandhabt wird in den beiden Glaubensrichtungen die Frage nach Krieg und Frieden. Während die Botschaft des Neuen Testaments auf Frieden ausgerichtet sei, gebe es im Koran viele Stellen, die den kleinen und großen Dschihad unterstützten. Fiebig: „Wenn das Christentum die Worte Jesu ernst genommen hätte, hätte es keine Kreuzzüge gegeben.“

Pastor a.D. Fiebig: „Jesus predigte, betete und heilte. Mohammed predigte, betete und regierte.“

Foto: mig




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