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Jägerkaserne: Verfahren gegen Ermittler

Bückeburg (rc). Die Staatsanwaltschaft Bückeburg hat ein Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte wegen des Verdachts des Verrats von Dienstgeheimnissen im Fall der Vergewaltigung einer Soldatin in der Jägerkaserne eingeleitet. „Gegen unbekannt“, wie Pressesprecher Klaus-Jochen Schmidt auf Anfrage unserer Zeitung betonte. Hintergrund sind Berichte auch unserer Zeitung, dass die Soldatin die Vergewaltigung möglicherweise nur vorgetäuscht haben könnte und die Ermittler schon früh Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Unteroffizierin gehabt hatten. Während einer Vernehmung soll sich die Soldatin in Widersprüche verstrickt haben. Die Soldatin soll an einer psychischen Erkrankung leiden. „Damit sind eindeutig Dienstgeheimnisse verraten worden“, sagte der Pressesprecher: „Wir mussten Maßnahmen ergreifen und das Ermittlungsverfahren einleiten.“ Ins Visier genommen hat sich die Staatsanwaltschaft ermittelnde Polizeibeamte, die von der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg und dem Landeskriminalamt hinzugezogen worden sind. Die Feldjäger könnten ausgeschlossen werden, da nicht davon auszugehen ist, dass sie wissen, was in den Ermittlungsakten steht.

veröffentlicht am 14.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 11:41 Uhr

Zum Stand des Verfahrens sagte Schmidt, dass weiter in alle Richtungen ermittelt werde. Derzeit warte man noch auf Gutachten. Ob darunter auch ein graphologisches ist, konnte Schmidt nicht bestätigen.




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