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Vorsitzender geht wieder in die Verlängerung: In zwei Jahren braucht der TSV endgültig einen neuen Kapitän

Jetzt aber wirklich zum allerletzten Mal

Steinbergen. Ehrenamtler, die gewillt sind, vollen Einsatz zu geben und viel Zeit und Energie in Vereinsarbeit zu investieren, sind rar in der heutigen Zeit. Und wenn’s dazu noch über Jahre gut gelaufen ist, wie zum Beispiel beim TSV mit Wigand Polej als erstem Vorsitzenden, da lautet das Votum der Jahreshauptversammlung beim Tagesordnungspunkt ganz schnell „Wiederwahl“. Darum tritt der TSV-Kapitän nach seiner ersten Wahl im Jahr 2002 wieder einmal für eine weitere (die siebte) Amtsperiode an. Jetzt aber unwiderruflich zum letzten Mal, kündigte er (zum wiederholten Mal) an während der JHV 2015 im Prinzenhof.

veröffentlicht am 29.02.2016 um 18:40 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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Zwei Jahre noch, dann müsse ein Jüngerer übernehmen, macht Wigand Polej gegenüber der SZ deutlich: „Zwei Jahre mach’ ich noch“, dann sei Schluss nach bislang schon insgesamt 35 Jahren Vorstandsarbeit. Gemeinsam mit Gerd Sasse und Thomas Mehrens (beide neu ins Amt gewählt) als stellvertretende Vorsitzende will er jetzt auf die Erneuerung der Vorstandsspitze hinarbeiten. Als Kassierer des TSV Steinbergen (seit 2002) bleibt nach seiner Wiederwahl Matthias Polej der verantwortliche Mann fürs Finanzielle.

Ansonsten bleibt Steinbergens großer Sportverein auf Kurs und hält den Betrieb in allen Sparten in Gang. Auch wenn einigen etwas mehr Bewegung gewünscht wird. So beklagt Dieter Ehlers, Leiter der Volleyball-Abteilung, „dass es wie in (fast) allen Sportarten am entsprechenden Nachwuchs fehlt“.

Dank der regelmäßigen Unterstützung durch Sportler aus anderen Vereinen sei es dennoch möglich, „einen vernünftigen Spielbetrieb durchzuführen“. Turniere dagegen „werden kaum noch besucht“. Aber aufgeben ist für ihn keine Option. Darum seien Volleyball-Interessierte „gerne eingeladen, bei uns vorbeizuschauen“. Immer montags ab 20 Uhr in der Steinberger Turnhalle.

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Deutlich “stiller“ als bei den Volleyballern ist es in der Tennisabteilung geworden, berichtet deren Leiter Jens Geiges von der Auflösung der Spielgemeinschaft mit dem SV Engern, die kein Interesse mehr am Bestreiten von Einzelspielen habe. Vor diesem Hintergrund laufe der Spielbetrieb auf der Anlage des TSV mittlerweile nur noch auf einem Platz.

„Den zweiten Platz haben wir der Fußballabteilung überlassen“, für die Herrichtung eines Trainingsplatzes.

Mehr Drive als bei den Volleyballern und den Tennisspielern hat zurzeit die Tischtennisabteilung, bringt die Abteilungsleiterin Beate Mast tendenziell positive Nachrichten. Denn die 1. Damenmannschaft peilt nach gutem Start in der Bezirksoberliga den Wiederaufstieg in die Landesliga an. Und bei den anderen Teams geht es im Wesentlichen um Klassenerhalt beziehungsweise Wiederaufstieg.

Als durchwachsen beschreibt Bernd Reichelt die aktuelle Situation in der Fußballsparte. Wobei die 1. Herren punktet mit dem zweiten Aufstieg in Folge und der Rückkehr in die Kreisliga Schaumburg nach zwölf Jahren Abwesenheit. Kooperation (mit dem TSV Krankenhagen) ist das Mittel, die eigene Gymnastikabteilung in Schwung zu halten und der richtige Weg, wie der TSV Steinbergen dem Mitgliederschwund durch geburtenschwache Jahrgänge begegnen will. Und Zusammenarbeit bringt’s wirklich, illustriert Karl Martin Pacholek für die Wandersparte des TSV. Denn unter dem Motto „Ein Dorf bewegt sich“ haben die Wanderer sich vorgenommen, die Steinberger mit auf den Weg zu nehmen in die Natur und zu interessanten Orten rund um das Dorf und darüber hinaus. Besonderen Anklang finde das Projekt bei Kindergarten- und Grundschulkindern.

Dieter Instenberg, Renate Böger und Rolf Ehlers (v.l.) repräsentieren gemeinsam 140 Jahre Vereinsgeschichte des TSV Steinbergen. Fotos: who

Axel Buchmeier (links) und Rolf Siekmann sind seit je 15 Jahren Abteilungsleiter der Fußballjugend beziehungsweise der Volleyball-Abteilung.




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