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CeBIT: Abwehrtechniken gegen Handy-Viren

Jetzt droht Zombie-Gefahr in der Hosentasche

Landkreis/Hannover (rd). Noch gut ein Monat, dann startet die CeBIT (1. bis 5. März) in Hannover. Auf die Besucher wartet eine facettenreiche Ausstellung, zeigte eine Vorabschau in Hamburg. Neu ist unter anderem eine Extra-Ausstellung für Sportbegeisterte. Außerdem ist Sicherheit wieder ein großes Thema.

veröffentlicht am 28.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:51 Uhr

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Zombies hat keiner gern in seiner Gesellschaft, in der Hosentasche schon gar nicht. Aber womöglich muss sich die Menschheit bald mit diesem Gedanken anfreunden: Ein sogenanntes Zombie-Handy bei sich zu haben, also ein virenverseuchtes Gerät, das unbemerkt großen Schaden anrichten kann.

„Das ist ein ganz, ganz heißes Thema“, sagt Frank Bunn, Senior Manager von Symantec – was erst mal nicht überrascht, weil sein Arbeitgeber mit Schutzsoftware Geld verdient. Aber richtig ist: Die Zeiten, in denen Handys – genauer gesagt Smartphones – vor Cyberangriffen sicher sind, sind vorbei.

„Ich sehe mehr und mehr Internet-Gauner, die in diese Richtung gehen“, bestätigt Viren-Expertin Georgia Weidman dem Fach-Organ Technology Review. Sie hält darüber Ende Januar einen Vortrag bei einem Hacker-Kongress in Washington. Auch auf der CeBIT wird Cyber-Sicherheit ein riesiges Thema sein.

Dabei boten bis vor wenigen Jahren Handys wenig Angriffsfläche: SMS als reine Textdateien können keine Schadsoftware beherbergen, ohnehin erledigte niemand seine Bankgeschäfte oder ähnlich Vertrauliches mit dem Mobiltelefon. Mit der massenhaften Verbreitung von iPhone und Co. hat sich das aber geändert, wie Millionen von Chinesen vor wenigen Wochen erfahren mussten: Ihre Handys waren durch schadhafte Miniprogramme (Apps) verseucht. Betroffen waren allerdings keine iPhones, sondern Android-Geräte.

„Nicht alle Apps machen, was sie sollen“, warnt Bunn. Handy-Applikationen sind schnell heruntergeladen und extrem beliebt, immer häufiger aber versteckt sich Schadsoftware dahinter. Und ist ein Handy infiziert, kann es teuer werden: Die Folterwerkzeuge reichen vom massenhaften Versenden von SMS an kostspielige Sondernummern bis hin zum Ausspionieren von Bankdaten und Kennwörtern, oder (fies!) die Fernsteuerung der Handy-Kamera.




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