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Hafen Berenbusch wird weiter ertüchtigt / 534 000 Euro für Straßenausbau und neue Kanäle

Jetzt geht es ans Gewerbegebiet

BÜCKEBURG. Die Ertüchtigung des Hafens Berenbusch und des angrenzenden Gewerbegebiets wird 2018 weiter vorangetrieben. Für rund 534 000 Euro wird im 2. Bauabschnitt die Sanierung von Straßen und Kanälen fortgeführt. Damit wird der hintere südliche Bereich des Hafengebiets erschlossen. Hier stehen rund eineinhalb Hektar an Gewerbeflächen zur Verfügung. Der entsprechende Bebauungsplan „RegioPort Weser II“ ist im Herbst 2017 von der Verbandsversammlung des Planungsverbands RegioPort Weser verabschiedet worden.

veröffentlicht am 03.01.2018 um 13:09 Uhr
aktualisiert am 03.01.2018 um 18:12 Uhr

Für rund 534 000 Euro wird im Jahr 2018 die Straße im Hafen Berenbusch saniert, um das Gewerbegebiet im südlichen Bereich zu erschließen. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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Um die Investition tätigen zu können, ist eine Kreditaufnahme von 534 000 Euro notwendig, wie im Wirtschaftsplan 2018 des Hafenbetriebs festgehalten ist. Der Wirtschaftspan wurde jüngst im zuständigen Hafenbetriebs-Ausschuss vorgestellt und erörtert sowie vom Rat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig abgesegnet. Der Hafenbetrieb ist ein Eigenbetrieb der Stadt Bückeburg, in den der Hafen Berenbusch eingebracht worden ist, um das Betriebsvermögen von dem allgemeinen Vermögen der Stadt rechtlich und organisatorisch zu trennen und klarer zuordnen zu können. Das operative Geschäft, also der Umschlag im Hafen, wird von der Hafen Bückeburg-Berenbusch GmbH wahrgenommen, bei der zum Beispiel die Umschlagsvergütungen verbleiben.

Im Erfolgsplan sind Umsatzerlöse von knapp 350 000 Euro ausgewiesen. Etwas mehr als im Vorjahr, da eine Fläche verpachtet werden konnte, wie der zuständige Fachgebietsleiter Jürgen Sobotta im Ausschuss erläuterte. Der Materialaufwand wird auf 33 000 Euro festgesetzt, 11 000 Euro dieser Summe werden für den Unterhalt der Gleisanlagen verwendet, die weiterhin aktiviert werden sollen. Knapp 36 000 Euro werden für den Kauf der Uferstraße verwendet, die bisher noch im Besitz des Bundesvermögensamtes war. Die Zinsen für das aufzunehmende Darlehen belaufen sich auf rund 73 000 Euro, die Abschreibungen werden mit 208 000 Euro festgesetzt. Unter dem Strich wird ein Jahresfehlbetrag von 3700 Euro für 2018 ausgewiesen, 2017 bewegt sich der Fehlbetrag voraussichtlich bei bis zu 5000 Euro. „Wir bewegen uns auf die schwarze Null zu, die angestrebt ist“, sagte Sobotta.

Rund 11 000 Euro gibt der Hafenbetrieb aus, um die Gleisanlagen im Hafengebiet zu unterhalten und somit auch die Trimodalität des Hafens zu gewährleisten, den Anschluss an Straße, Bahn und Wasserstraßen. Foto: rc
  • Rund 11 000 Euro gibt der Hafenbetrieb aus, um die Gleisanlagen im Hafengebiet zu unterhalten und somit auch die Trimodalität des Hafens zu gewährleisten, den Anschluss an Straße, Bahn und Wasserstraßen. Foto: rc

Im Vermögensplan sind die eingangs erwähnten 534 000 Euro für die Straßen und Kanalsanierung ausgewiesen. 240 000 Euro fließen in die Ertüchtigung der Straße im südlichen Bereich, die zum neu angelegten Regenrückhaltebecken führt. Da auf der Straße Schwerlastverkehr unterwegs sein wird, muss die Straße über dem Standard ausgebaut werden, wie Sobotta erläuterte. Für Schmutz- und Regenwasserkanäle sind 140 000 Euro veranschlagt, 140 000 Euro für weitere Arbeiten im Gewerbegebiet. Derzeit ist noch offen, ob seitens der N-Bank weitere Fördermittel zu erwarten sind.

Wie Sobotta sagte, müsse der Betrieb zwar Kredite aufnehmen. Auf der anderen Seite entstehe aber ein gut erschlossenes und angeschlossenes Gewerbegebiet. Die Stadt werde in absehbarer Zeit in die Vermarktung eintreten und rechne mit einiger Nachfrage. Die Flächen würden grundsätzlich auch verkauft, hieß es auf entsprechende Nachfrage aus dem Ausschuss. Ansiedlungswillige Firmen würden den Kauf einer Verpachtung vorziehen. Mittelfristig könne durch den Verkauf der Flächen auch die Eigenmittel des Hafenbetriebs gestärkt werden.

In den vergangenen Jahren hat die Stadt den Hafen Berenbusch ertüchtigt. Für rund 5,4 Millionen Euro wurde die Kaikante verlängert und saniert, Straßen und Kanäle im vorderen Bereich des Hafens saniert sowie Speicher abgerissen und neue Lagerflächen geschaffen. Auch bereits im Hafen ansässige Firmen investierten in ihre Standorte.

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