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Statt Geldautomat: E-Center Fabig bietet „Cash Back“-Service für Sparkassen-Kunden

„Jetzt gibt’s Bares!“

Bückeburg. Über die Entscheidung der Sparkasse Schaumburg, aus wirtschaftlichen Gründen zum Anfang dieses Jahres kreisweit 14 Sparkassen-Filialen zu schließen, ist in den vergangenen Wochen viel diskutiert worden. Ein wesentlicher Kritikpunkt war dabei die Frage, wo sich die in den betroffenen Dörfern respektive Ortsteilen lebenden Kunden – insbesondere die nicht mehr allzu mobilen Senioren – denn mit Bargeld eindecken sollen, wenn es dort nicht mal mehr Geldautomaten gibt.

veröffentlicht am 28.01.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:22 Uhr

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Zumindest in Röcke gibt es hierfür eine Lösung: „Cash Back“ – auf Deutsch: „Bargeld zurück“ – heißt das Bargeldauszahlungsverfahren, das in dem am Weinberg 10 gelegenen E-Center Fabig in Kooperation mit der Sparkasse Schaumburg angeboten wird und für das die Kunden lediglich eine gültige „GiroCard“ (früher: „ec-Karte“) der Sparkasse benötigen.

Schon seit Längerem sei es möglich gewesen, in diesem Lebensmittelmarkt Bargeld ausgezahlt zu bekommen, und zwar dann, wenn man an der Kasse mit eben solch einer „GiroCard“ den Einkauf bezahlt habe, berichtet Stefan Nottmeier, Vorstandsmitglied der Sparkasse Schaumburg. „Bis zur Höchstsumme von 200 Euro – zuzüglich des zu zahlenden Betrags für die Einkäufe (mindestens 20 Euro) – zahlten die freundlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Kassen auf Wunsch bar aus.“ Bislang sei dieser Service aber nicht übermäßig nachgefragt worden, weshalb Ralf Fabig, der Inhaber des E-Centers, diesen Service eigentlich einstellen wollte.

Aufgrund der Schließung der Röcker Sparkassen-Filiale und des damit einhergehenden Wegfalls des dortigen Geldautomaten hat sich Fabig allerdings in Gesprächen mit Evesens Ortsbürgermeister Horst Schwarze (SPD), Reinhard Luhmann (Vize-Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Evesen), dem Bückeburger Bürgermeister Reiner Brombach (SPD) und dem Sparkassen-Vorstandsmitglied Stefan Nottmeier überzeugen lassen, seinen Kunden den „Cash Back“-Service weiterhin anzubieten.

Die Anregung für ein entsprechendes Gespräch mit dem E-Center-Betreiber sei aus dem Kreis des SPD-Ortsvereins heraus entstanden, konkretisierte Luhmann. Gemeinsam habe man nämlich darüber beraten, welche Optionen es gibt, wenigstens die Möglichkeit, an Bargeld zu kommen, im Ort zu erhalten. Und im Rahmen dieser Diskussionen sei dann die Fortführung des „Cash-Back“-Services als eine pragmatische Lösung herausgekommen. „Es gibt ja nicht mehr viele Läden in Röcke, und wenn man vor Ort einkauft, dann hier im E-Center Fabig“, betonte Schwarze, woraufhin Brombach anmerkte, dass es in der Tat „sehr naheliegend“ sei, den „Cash Back“-Service in diesem stark frequentierten Lebensmittelmarkt beizubehalten.

Zufrieden ist man aber auch bei der Sparkasse Schaumburg: „Für uns als Sparkasse ist das ein absolut praktikables Modell“, sagte Werner Nickel, Marketingleiter des Geldinstituts. Insofern sei man gerne bereit, mit den Betreibern anderer Geschäfte Gespräche über die Einführung dieses Bargeldauszahlungsverfahrens zu führen.

Wie von Nickel weiter zu erfahren war, werden demnächst alle Sparkassen-Kunden, die in Röcke, Evesen, Petzen, Berenbusch oder Nordholz wohnen, von der Sparkasse angeschrieben, um sie über den „Cash Back“-Service im E-Center Fabig zu informieren.

Zudem wird mit Aushängen, die mit dem Slogan „Jetzt gibt’s Bares!“ überschrieben sind, an geeigneten Stellen im Dorf auf diese Möglichkeit hingewiesen.




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