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Kommunen und Schifffahrtsamt klären Zuständigkeiten

Jetzt herrscht Ordnung am Kanal

Pollhagen (gus). Die Samtgemeinde Niedernwöhren, die Gemeinde Pollhagen und das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Minden haben untereinander geklärt, wer für die Pflege des Terrains rund um die sogenannte Slip-Anlage am Mittellandkanal zuständig ist. Eine gründliche Reinigungsaktion war die Folge.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:22 Uhr

Die Frage nach der Verantwortlichkeit war nach Worten des Bürgermeisters, Gerd Wischhöfer, entstanden, weil ein Landwirt Wurzelwerk entfernt haben wollte, das in ein Drainage-Rohr an seinem Acker wucherte. Rätselraten folgte. Denn laut Wischhöfer ist vor etlichen Ratsperioden ein Vertrag unterzeichnet worden, der die Zuständigkeiten regelt. „Keiner der damaligen Ratsherren ist jetzt noch im Rat dabei“, erklärt Wischhöfer.

Also musste anhand des Kontrakts mühsam nachvollzogen werden, wer wo zu stutzen und zu reinigen hat. Zwar hatte die Gemeinde beim jährlichen „Tag der Umwelt“ auch am Kanal aufgeräumt. Den Pflanzen rückte sie dabei aber nicht zu Leibe. Und die haben sich so prächtig entwickelt, das manche Grenze nicht mehr deutlich erkennbar war. Nun herrscht Klarheit: Den Stellplatz, die Slip-Anlage und den angrenzenden bewachsenen Bereich muss die Gemeinde Pollhagen in Schuss halten. Die Samtgemeinde ist für die Einfahrt zuständig, und das Wasserschifffahrtsamt hat die Böschungen zu pflegen.

Die Landwirte wiederum müssen ihre Drainage-Anlagen selbst warten und reparieren. Doch das WSA hat laut Wischhöfer auch die Aufgabe, die Wurzeln erst gar nicht dort hineinwuchern zu lassen. Mittlerweile sind Pollhäger Ratsleute und Gemeindearbeiter mal wieder fleißig gewesen und haben die Pflanzen in ihrem Zuständigkeitsbereich drastisch zurück geschnitten und anschließend verbrannt. Das WSA hat an der Böschungsanlage Büsche und Bäume gestutzt. Eine Regelung für den Winterdienst soll noch getroffen werden.

Damit ist aber noch nicht Schluss. Wischhöfer deutete an, dass der Stellplatz künftig aufpoliert werden soll. Er gelte in Camper-Kreisen als „schönster Wohnmobil-Stellplatz“ am Mittellandkanal. Zunächst gelte es, die Pflastersteine, die an den Rändern schon kaum noch zu erkennen sind, von Moos und Matsch zu befreien. Ein Tisch mit Bänken soll danach aufgestellt werden. Ob weitere Schritte getroffen werden, sei noch offen.

Die Attraktivität des Wohnmobil-Platzes erklärt sich Wischhöfer aus der Kombination von Idyll am Wasser und ausreichender Infrastruktur drum herum. „Alschers Kaffeestube“ sei nur einen Steinwurf entfernt, die Bäckerei „Otto“ nur einen weiteren (kräftigen) Steinwurf. Über die Kanalbrücke gelangten Urlauber in Minutenschnelle in den Schaumburger Wald, außerdem sei der Anschluss an den Pilgerpfad nach Loccum nahe. Und wer ein Boot dabei hat, kann es an der Slip-Anlage ins Wasser lassen.




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