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Wie Bückeburger mit dem bunten Herbstabfall umgehen – und ein paar Tipps

Jetzt „schneit“ es Laub von oben: Wohin nur mit all’ den Blättern?

Bückeburg (mig). Mit Blättern ist das so eine Sache: Am Baum hängend sind sie ein erfreulicher Anblick, auf dem Boden liegend ein Problem. Was aber ist zu tun, wenn einem der Herbst das Laub vor die Tür schüttet? Alles zusammenkehren und ab in die Biotonne? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

veröffentlicht am 29.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 16:41 Uhr

Wenn im Herbst bunte Blätter von den Bäumen rieseln, ist es ein bisschen wie beim ersten Schnee. Das Kind freut sich und spielt – der Erwachsene sieht vor allem die Mehr-Arbeit. „Freude am Laub haben vielleicht meine Enkel, aber ich bestimmt nicht“, meint Grundstücksbesitzer Manfred Kerl, der gerade mühsam seine Garten-Wege von welken Blättern befreit. Wegen seines steifen Rückens hat der Rentner Probleme mit Bücken und Heben, leicht schmunzelnd gibt er zu: „Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.“ Den Abtransport des Laubs erleichtert er sich deshalb auch mit einem altbewährten Trick. „Ich schaufele alles in ein großes Netz und muss so nicht mit der Schubkarre hin- und herlaufen.“

Mehr Arbeit bedeutet der Herbst auch für Mieterin Ute Seidel. Schuld ist der große Ahornbaum, der jetzt seine Blätter vor allem auf dem angrenzenden Bürgersteig ab wirft. „Ich warte so lange, bis etwas zusammengekommen ist, und dann geht es los“, erläutert sie ihre Vorgehensweise und bugsiert dann die bunten Blätter in die Biotonne. Rund eine Stunde benötigt sie für die Reinigung, zum Einsatz kommen Rechen und Schaufel.

Rechtlich sind die Seidels auf der sicheren Seite, denn für das Laubkehren gilt das Gleiche wie für das Schneeschippen. Bei Übertragung der Kehrpflicht muss der Anlieger den Bürgersteig verkehrssicher halten. Bettina Remmert von der Stadt Bückeburg: „Es muss mindestens ein ausreichend breiter Streifen frei sein. Das gilt auch dann, wenn das Laub vom Nachbarn kommt.“ Passiert das nicht und Passanten rutschen auf dem glitschigen Herbstlaub aus, muss der Anlieger unter Umständen sogar haften.

Im Garten sollte man mit Augenmaß vorgehen. Eine Blätterdecke bietet den Pflanzen im Winter Schutz, zudem bleiben so auch bei starkem Regen mehr Mineralien in der Erde. Die Stadt empfiehlt die Benutzung der Kompostierungsanlage (Kornmasch, hinter der Kläranlage). Dort bezahlt man für Grünabfälle bis zu 0,5 Kubikmeter zwei Euro.

Aber auch der eigene Kompost eignet sich für bestimmte Laubsorten (etwa Linde, Weide, Buche, Birke, Obstbaumsorten, Ahorn, Esche oder Vogelbeere). Das Laub von Eiche, Platane, Walnuss, Pappel und Kastanie verrottet dagegen nur langsam.

Wer Laub im Wald entsorgt, macht sich strafbar und muss mit einem Bußgeld rechnen.

Der kleine Patrik unterstützt seine Mutter, Ute Seidel, mit Feuereifer bei der unliebsamen Arbeit. Sein „Tipp“: Wer etwas aus dem Laub bastelt, muss es nicht mehr kompostieren. Foto: mig




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