weather-image
11°
×

In den vergangenen Jahren "stark nachgelassen" / Jetzt soll es eine Zuschusserhöhung bei Austauschfahrten richten / Ausschuss diskutiert

Jugendaustausch mit den Partnerstädten soll wiederbelebt werden

Bückeburg (rc). Den Austausch Bückeburger Jugendlicher mit Jugendlichen aus den Partnerstädten Sablé und Nieuwerkerk will die Stadt ankurbeln. Im Sport- und Partnerschaftsausschuss wurde intensiv diskutiert, wie Abhilfe geschaffen werden kann. Eine Lösung: Die Stadt sollte doch künftig mehr Zuschüsse zahlen, wenn sich Jugendliche aus Bückeburg auf den Weg ins Ausland machen. Statt 15 Euro Zuschuss für Fahrten nach Sablé sollten künftig 30 gezahlt werden, für Fahrten nach Nieuwerkerk statt zehn Euro künftig 15 Euro pro Teilnehmer. Der Vorschlag soll zunächst in den zuständigen Institutionen und Vereinen sowie den Fraktionen diskutiert und beraten werden, ehe erneut der Partnerschaftsausschuss berät.

veröffentlicht am 06.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:20 Uhr

Wie Gerhard Klöpper, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Bückeburger Sportvereine, begründete, habe der Jugendaustausch in den vergangenen Jahren "stark nachgelassen". Früher seien Jugendliche busweise in die Partnerstädte gereist, heute gebe es kaum noch einen Austausch: "Wir müssen dringend tätig werden und die Jugendlichen gewinnen." Sonst gebe es in absehbarer Zeit niemanden mehr, der sich noch um den Austausch kümmere, da der Nachwuchs fehle. "Wir sind auf einem sehr niedrigen Niveau angekommen; früher sind wir mit drei Bussen gefahren, heute kommen einem fast die Tränen", pflichtete der Ausschussvorsitzende Wolfhard Müller (SPD) bei. "Wir können nur zustimmen", sagte Malte Bolanz (CDU), der aus seinen eigenen Erfahrungen als Funktionär des Bückeburger Hockeyclubs auf nicht zustande gekommene Austauschfahrten verwies. Der Fachgebietsleiter für Jugend, Sport und Soziales, Siegfried Demjanenko, wies dagegen darauf hin, dass es nicht allein am Geld liegen könne. Seitens der Bückeburger Sportvereine sei in den vergangenen Jahren kein Antrag an das Deutsch-Französische Jugendwerk zur Bezuschussung von Fahrten gestellt worden. Brigitte Einfalt-Spieß (CDU) erinnerte daran, dass es diese Zuschüsse erst ab fünftägigen Fahrten gebe. "Heute fährt kaum noch einer solange." Neben dem lieben Geld können aber auch fehlende Partner auf beiden Seiten der Grund für den Austausch-Rückgang sein. Anders als in deutschen Vereinen, sei in Frankreich und besonders den Niederlanden ein häufigerer Wechsel der Funktionäre an der Tagesordnung. Dadurch aber würden Ansprechpartner verloren gehen. In Bückeburg fehlten den Vereinen aus Nieuwerkerk und Sablé seit der Insolvenz der VTB wichtige Ansprechpartner. Zum Teil gebe es aber einfach auch nicht entsprechende Austauschpartner - Basketball und Korbball könnten nicht miteinander in Einklang gebracht werden. Demjanenko: "Da, wo die Verlässlichkeit gewährleistet ist, funktioniert der Austausch: Bestes Beispiel sind die Schulen." Im europaweiten Vergleich stehe Bückeburg mit 1000 Kontakten in fünf Jahren gut da. Andere Städtepartnerschaften hätten mit mehr Problemen zu kämpfen. Aber: "Nichtsdestotrotz sehen wir die Notwendigkeit der Belebung."




Anzeige
Anzeige