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Zusammenarbeit mit Vereinen / Pastorin: Auf keinen Fall ohne Jugendliche planen

Jugendzentrum besser nutzen - TV gesucht

Rolfshagen (la). "Rolfshagen ist der einzige Ort in der Gemeinde Auetal, derüber ein Jugendzentrum verfügt", stellte Ortsvorsteher Rüdiger Teich fest. Allerdings sei die Nutzung noch nicht zufriedenstellend. "Wir müssen versuchen, gemeinsam mit den Vereinen mehr Angebote zu machen und so die Jugend an die Vereine zu binden", meinte Teich. Der Ortsvorsteher hatte alle Vertreter von Vereinen und Institutionen an einen runden Tisch gebeten, um gemeinsam mit ihnen neue Zeichen in der offenen Jugendarbeit zu setzen.

veröffentlicht am 28.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

David Schenke (r.) und Siegfried Idzinsky (l.) von der Jugendfeu

Gaby Willers, die das Jugendzentrum (JuZ) gemeinsam mit ihrer Tochter Janina (23) leitet, berichtete vom derzeitigen Stand: "Vor neun Jahren wurde das Jugendzentrum gegründet. Damals war es an drei Tagen pro Woche für vier Stunden geöffnet. Danach wurde das Angebot reduziert, weil es durch den Alterswandel ruhig geworden ist." Inzwischen sei der Bedarf wieder gestiegen und das Haus immer voll. Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 16 Jahren treffen sich dort. Allerdings sei das JuZ nur noch montags, mittwochs und freitags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. "Wir führen das Haus als ehrenamtlichen Familienbetrieb, und da ist leider nicht mehr möglich", sagte Willers. "Genau aus diesem Grund habe ich die Vereine mit an den Tisch geholt", so Teich. Er könne sich vorstellen, dass die Vereine einen Teil ihrer Übungsabende in das JuZ verlegen, um so Kontakte zu knüpfen. Die TuSG Rolfshagen und die Feuerwehr hätten mit ihren Jugendlichen bereits das JuZ besucht, und beide Seiten seien begeistert gewesen. "Das war ein gutes Miteinander und es wäre toll, wenn wir das fortsetzen könnten", so Willers. "Wir könnten einen Tag der offenen Tür mit allen Vereinen und dem Jugendzentrum organisieren", schlug Hans-Peter Solasse von "Rolfshagen Aktiv" vor. "Die Jugendlichen haben heute ein volles Programm und lange Schule. Die wollen auch mal ihre Ruhe. Daher dürfen wir die Erwartungen nicht zu hoch schrauben", bremste Joachim Reese von der DLRG den Enthusiasmus. "Regelmäßig stattfindende Veranstaltungen werden den Jugendlichen sicher zu viel", meinte auch Wilhelm Dieterich von der TuSG. "Wir dürfen auf keinen Fall ohne die Jugendlichen planen", mahnte Pastorin Heike Köhler. Das sahen auch die anderen Anwesenden so und vereinbarten, dass beim nächsten Treffen der örtlichen Vereine und Verbände nicht nur die Vorsitzenden und Jugendleiter dabei sein sollten, sondern auch bis zu vier Jugendliche pro Verein. Das nächste Treffen wurde für Freitag, 26. Januar, um 19 Uhr im JuZ vereinbart. Aber untätig wollen die "Macher" der Vereine bis dahin nicht bleiben. Teich hat inzwischen, finanziert durch die Gemeinde, einen zweiten Kicker angeschafft, damit die Jugendlichen auch Turniere austragen können. Aufgebaut wurde der Kicker von der Jugendfeuerwehr. "Rolfshagen Aktiv" will aus den Einnahmen des Weihnachtsmarktes einen Betrag abzweigen und einen DVD-Player stiften, zudem wird ein Spender für einen Fernseher gesucht. "Das muss natürlich kein neuer sein", stellte Willers klar. Allerdings sei der alte kaputt, und so sei es den Jugendlichen nicht mehr möglich in gemütlicher Runde einen Film zu schauen. Einer neuen Freizeitbeschäftigung können die Jugendlichen im JuZ bereits jetzt nachgehen: dem Dartspielen. Die Jugendfeuerwehr Rolfshagen hatte bei einem Wettkampf eine elektronische Dartscheibe gewonnen, die sie jetzt dem JuZ spendete.




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