weather-image
21°
×

Gordon Malerba, angehender Kirchenmusiker aus Bad Münder, überzeugt an der Janke-Orgel

Jungem Organisten einiges abverlangt

Bückeburg (mig). Mit Gordon Malerba aus Bad Münder hat bei der „Orgelmusik zur Einkehr“ der evangelisch-lutherischen Stadtkirchengemeinde erneut ein hoffnungsvolles Talent seinen Einstand in Bückeburg gegeben. Der angehende Kirchenmusiker überzeugte mit Werken von Dietrich Buxtehude und Johann Sebastian Bach.

veröffentlicht am 06.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:41 Uhr

Das muss man Kantor Siebelt Meier wirklich lassen: Trotz der zahlreichen Termine, die diese Reihe über das Jahr hat, gelang es ihm auch diesmal wieder, ein neues, spannendes Talent und zahlreiche Besucher in die Stadtkirche zu locken. „Wir kommen immer wieder gerne und finden es großartig, dass so etwas angeboten wird“, sagte das Ehepaar Siegfried und Erika Gerner. „Wir sind eigentlich bei fast jedem Termin mit dabei.“

Dass sich der samstägliche Kirchenbesuch auch diesmal gelohnt hat, wurde von Beginn an deutlich. Malerba spielte mit einer Geschmeidigkeit und einer Musikalität, die in seinem Alter ihresgleichen sucht. Wie er die verschiedenen Läufe sorgsam und differenziert auseinanderhielt, nur um sie dann zu einem großen Ganzen wieder zu verschmelzen, das war wirklich großartig. Beim Programm hatte sich der junge Organist ganz offenbar an der dem nord- und mitteldeutschen Barock verpflichteten Janke-Orgel orientiert. Den Anfang machte das sehnsuchtsvolle „Dies sind die heiligen zehn Geboth“ von Johann Sebastian Bach, danach folgte das „Praeludium in g“ von Dietrich Buxtehude, das zwischen dramatischem Ausdruck, schroffen Kontrasten und heftigen Expressionen hin- und herwechselt. Malerba verstand es, die starke Kolorierung und die kühne Tonsprache zu ihrem Recht kommen zu lassen. Ein wirklich grandioses Werk, das dem jungen Organisten einiges an Fingerfertigkeit abverlangte und das er kongenial meisterte.

Den Abschluss machte wiederum Bach mit der „Sonata in Es“ (Allegro-Adagio-Allegro) und dem „Praeludium in C“. Insgesamt eine wirklich runde Sache, mit einem bestens aufgelegten Organisten, dem man die Freude am Spiel deutlich anmerkte. „Es ist eine tolle Sache, auf dieser großartigen Orgel spielen zu dürfen“, so Malerba in einem Gespräch am Rande des Konzerts. Das in den 90ern neu gebaute Werk sei eine „Meisterleistung“: „Wie hier die einzelnen Stimmen intoniert wurden, dazu braucht es eine besondere Vision von den Tonqualitäten des Raums.“

Gordon Malerba an der Janke-Orgel in der Stadtkirche.

Foto: mig




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige