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Verkehrsschilder sind schon bestellt / Interessengemeinschaft wählt Vorstand und bereitet Klage vor

K 80 am Wochenende für Motorräder dicht

Rinteln (crs). Die umstrittene Kreisstraße 80 zwischen Krankenhagen und Möllenbeck soll künftig am Wochenende für Motorradfahrer gesperrt bleiben. Das hat Erster Stadtrat Jörg Schröder bei der jüngsten Ratssitzung mitgeteilt. Unterdessen hat die Interessengemeinschaft gegen die Einziehung der K 80 einen Vorstand gewählt und bereitet eine Klage gegen die dauerhafte Schließung vor.

veröffentlicht am 15.07.2008 um 00:00 Uhr

Die Schilder sind bestellt: So schnell wie möglich soll nach dem Willen der Stadt das Wochenendfahrverbot für Motorräder auf der K 80 in Kraft treten. Jedes Jahr zwischen dem 1. April und 31. Oktober soll die Straße dann für Krafträder, auch mit Beiwagen, Kleinkrafträder und Mofas, sonnabends, sonntags und an Feiertagen gesperrt bleiben. Mit dieser verkehrsbehördlichen Anordnung reagieren Stadt, Landkreis, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie das Polizeikommissariat Rinteln auf einen Ratsbeschluss vom Juni 2007. Das Sonntagsfahrverbot für Motorräder soll die Lärmbelästigungen und Unfallgefahren auf der K 80 minimieren - bis zur geplanten Einziehung. Gegen die aber machen die Mitglieder der Interessengemeinschaft gegen die Einziehung der K 80 weiter mobil: Um handlungsfähig zu sein, wurde bei der jüngsten Versammlung ein Vorstand gewählt, der die Interessen nach außen vertritt. 1. Vorsitzender und Sprecher ist Manfred Stoller aus Silixen, Stellvertreter Gerhard Werner aus Krankenhagen. Die weiteren Vorstandsposten bekleiden Ralf Wilde als Schriftführer, Karl-Heinz Quadfasel als Kassenwart sowie Gerhard Strathe und Martin Kampmeier als Beisitzer. Der Vorstand setzt sich damit aus Einwohner Extertals, Krankenhagens und Möllenbecks zusammen. Einstimmig hat die Interessengemeinschaft bei ihrer jüngsten Zusammenkunft für eine Klage votiert. "Wir haben einen Klagefonds eingerichtet und werden gegen die Einziehung juristisch vorgehen", kündigt Manfred Stoller an, "hundertprozentig." Eine Kanzlei mit entsprechender Fachkompetenz ist bereits kontaktiert worden. Verständnis für das Sonntagsfahrverbot hat die Initiative gegen die Einziehung der K 80 gleichwohl. "Uns geht es aber darum, die Straße langfristig und für immer offenzuhalten", sagt Stoller.




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