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Kaffeefilter für Italien-Urlaub

Rolfshagen (who). Dieser längst verloren geglaubte und wieder aufgetauchte „Melitta-Kaffeezubereiter 2-110“ hat bei Peter Treff Erinnerungen an die Kindheit und Jugend hervor gebracht. Das Gerät dürfte in den fünfziger oder den sechziger Jahren ins Haus gekommen sein, schätzt der Auetaler. Ihm steht dabei vor Augen, wie er als Kind mit seinen Eltern in den Camping-Urlaub gefahren ist. Mit Sack und Pack ist damals die Familie im aufgemöbelten VW Käfer mit Brezelfenster auf Reisen gegangen. Das Traumziel der Deutschen in der Wirtschaftswunderzeit war Italien. Und glücklich war, wer mit dem eigenen Auto über die Alpen in den sonnigen Süden reisen konnte.

veröffentlicht am 09.07.2010 um 09:53 Uhr

Die Regel waren zunächst noch Kleinwagen wie unter vielen anderen der Lloyd Alexander, der Zündapp Janus, in dem vier Personen Rücken an Rücken saßen mit dem Blick durch die nach vorne schwenkbaren Türen. Allen, auch dem Käfer, war gemeinsam, dass sie kaum Stauraum besaßen, sodass möglichst kleinräumig gepackt werden musste, um das Nötigste an Bekleidung, Campingausrüstung und Proviant unterzubringen.

Ein wenig Wohlstand: Echter Bohnenkaffee

Und dazu gehörte für viele Bundesbürger auch „richtiger Bohnenkaffee“ als Zeichen für neuen bescheidenen Wohlstand. Und weil viele deutsche Urlauber auch im Ausland nicht auf ihren gewohnten „Filterkaffee“ verzichten wollten, hatte die Mindener Firma Melitta im Jahr 1964 das Kaffeefilterset 2-110, bestehend aus ineinander steckbaren Einzelteilen auf den Markt gebracht.

Der „Campingfilter“ war für die Zubereitung von zwei bis vier Tassen Kaffee gedacht und entsprach der Filtergröße 101. Das Set aus blauweißem Makrolon-Kunststoff wurde 1965 durch einen Filter in Größe 102 für vier bis sechs Tassen ergänzt, der noch bis 1972 produziert wurde.




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