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Die Soldorfer „Dorfgemeinschaft“ beleuchtet den Siedlungsbau vor 40 Jahren

Kaffeenachmittag soll die Lücken schließen

Soldorf (nah). Wer Bewohner einer kleinen Siedlung am Rande von Soldorf besuchen will, muss einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Es gibt keine direkte Zufahrt von der großen Ortsdurchfahrt direkt in die Straße „Unter dem Dornbusch“. Das geht seit jetzt genau 40 Jahren nur über den Friedhofsweg. Bei einem Kaffeenachmittag will der Verein „Dorfgemeinschaft“ diese und andere Besonderheiten der ersten und bislang einzigen größeren dörflichen Erweiterung beleuchten.

veröffentlicht am 18.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 02:41 Uhr

Spätestens Ende der sechziger Jahre hatte das Nachkriegs-Wirtschaftswunder auch die kleineren Ortschaften erreicht. Während Siedlungsbau in Rodenberg, Lauenau und Apelern schon in den Jahren zuvor erfolgt war, entschied sich der Rat der damals noch selbstständigen Gemeinde Soldorf für ein eigenes Baugebiet. Es soll besonders wegen der Zufahrt nicht ganz unproblematisch gewesen sein, wollen Insider wissen: Die direkte Anbindung an die Stadthäger Straße war wegen der bereits vorhandenen Bebauung nicht möglich. Die Idee, die Siedlung auch vom Gemeindeverbindungsweg zwischen Groß Hegesdorf und Lyhren zu erschließen, ließ sich ebenfalls nicht verwirklichen. So kam es zur heute noch bekannten Lösung.

Wahrscheinlich werden auch andere Widerstände zu überwinden gewesen sein. Denn das bis dahin rein landwirtschaftlich geprägte Soldorf, das seine Anfänge rund um den Salinenplatz nahm und sich später entlang seiner großen Durchfahrtsstraßen ausdehnte, würde durch den Siedlungsbau auch um etliche „Zugezogene“ erweitert werden. Diese Vorbehalte dürften inzwischen jedoch längst der Vergangenheit angehören, zumal es ein ganz ausgeprägtes dörfliches Gemeinschaftsleben gibt.

Der Verein „Dorfgemeinschaft“ will diesen damals für den Ort großen Entwicklungsschritt dokumentieren. Er lädt zu einem Kaffeenachmittag am Sonntag, 23. Januar, um 15 Uhr in das Dorfgemeinschaftshaus ein. Es liegen bereits etliche Fotos und Dokumente vor. Die Initiatoren rechnen auch noch mit Leihgaben wie Handwerkerrechnungen, Bauanträge und andere interessante Details. Vor allem aber sind ihnen Erinnerungen und Anekdoten rund um das Baugebiet wichtig. Wer kurzfristig noch etwas beisteuern kann, sollte sich mit Friedrich Hitzemann unter (0 57 23) 37 33 oder Manfred Röver unter (0 57 23) 38 45 in Verbindung setzen oder Unterlagen und Wissen zum Klönen bei Kaffee und Kuchen beisteuern. Der besseren Organisation halber bittet Barbara Müller unter (0 57 23) 43 05 um vorherige Anmeldung.




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