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Kleinenbremer Heimatverein auf Schnatgang / Mönkhoff-Mühle vor der Fertigstellung

Kahler Kammweg: Rekultivierung läuft an

Porta Westfalica (ly). „Früher“, sagt Walter Kunz, „war der Kammweg schöner und höher.“ Das ist nur eine nüchterne Feststellung, denn der stellvertretende Vorsitzende des Kleinenbremer Heimatvereins will nicht zurück blicken, sondern nach vorne schauen.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 07:41 Uhr

Viel wichtiger: Nach dem verheerenden Bergrutsch an der Wülpker Egge, passiert im Spätherbst 2000, ist der von Menschenhand auf einer Länge von 300 Metern um etwa 20 Meter abgesenkte Kammweg wieder begehbar. Davon haben sich die Lütkenbremer Heimatfreunde bei einem Schnatgang jetzt selbst einen Eindruck verschafft.

„Mit der Gestaltung hat sich die Barbara Erzbergbau GmbH viel Mühe gegeben“, lobt Kunz. „Aber es wird eine Zeit dauern, bis der Kammweg sich wieder einfügt. Begrünung ist noch nicht da.“ Im vergangenen Sommer hatte die Barbara die Freigabe der Wanderstrecke gefeiert. Zurzeit läuft die Phase der Rekultivierung. Neu ist auch ein Rastplatz mit Tischen, Bänken, dekorativen Gesteinsblöcken sowie einer Schautafel über die Geologie des Heinebergs.

Auf dem Rundwanderweg über die Wülpker Egge genossen die Schnatgänger jetzt den Weitblick in die norddeutsche Tiefebene. Sie machten Halt am Kreuzplatz, wo sich drei Wanderwege treffen, beobachteten nahe der früheren Mülldeponie eine Rotte Wildschweine, inspizierten alte Grenzsteine und schauten auf dem Rückweg im Gesteinsgarten des Bergbaumuseums vorbei, bevor es zum Abschluss in der Hartingschen Mühle einen Imbiss gab. Dass der Rundwanderweg stärker in das Tourismus-Konzept für Kleinenbremen und Wülpke einbezogen werden soll, gilt als beschlossene Sache.

Zurzeit konzentriert sich der Heimatverein auf die Fertigstellung der Mönkhoff-Mühle, deren Innenausbau zur Energie- und Kulturwerkstatt zu etwa 90 Prozent abgeschlossen ist. Am Sonntag, 3. Mai, wenn gleichzeitig ein großer Flohmarkt des Fördervereins der Grundschule läuft, kann sich die Bevölkerung selbst ein Bild vom Fortgang der Arbeiten machen.

Zu besichtigen sind bei diesem „Tag der offenen Tür“ unter anderem der Mahlgang im Erdgeschoss, die Technik im Keller sowie mehrere Räume, die zum Teil bereits genutzt werden. Ob die Turbine der Mühle bis Anfang Mai läuft, steht noch nicht fest.

Erst wenn sich die Energie- und Kulturwerkstatt etabliert hat und dort regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, will sich der Heimatverein wieder einem zweiten großen Projekt zuwenden: Von außen ist das innerhalb des Dorfes umgezogene Meierhof-Backhaus fertig. Weil eine Maßnahme in Kooperation mit der Mindener Beschäftigungsgesellschaft Ifas jedoch ausgelaufen ist, muss der Innenausbau nun in Eigenleistung zu Ende gebracht werden. Auf Zeitpläne will der Verein sich nicht festlegen.

Nichts Neues gibt es laut Walter Kunz in den Verhandlungen über die Zukunft von Hartings Mühle. Wie berichtet, läuft ein Pachtvertrag mit der Eigentümerin 2015 aus.




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