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Lauenau will Grünanlage deutlich aufwerten und missliebige Gestalten vertreiben / Neue Wegeverbindung entsteht

Kahlschlag im Volkspark soll Vagabunden fernhalten

Lauenau (nah). Der kleine Volkspark hinter dem ehemaligen Rathaus an der Rodenberger Straße soll nicht länger Tummelplatz für pöbelnde und trinkende Gestalten sein. Der Flecken Lauenau will die Grünanlage deutlich aufwerten und sogar mit einem neuen Weg erschließen. Die Maßnahme ist ein erster Schritt für weitere Veränderungen in unmittelbarer Nachbarschaft: Die bisherige Hofanlage Reinecke wird dabei eine wichtige Rolle spielen.

veröffentlicht am 31.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 01:41 Uhr

„Das war höchste Zeit“, begründete Gemeindedirektor Uwe Heilmann den zweitägigen Einsatz eines Spezialunternehmens aus der Wedemark. Mit schwerem Gerät rückten die Arbeiter dem alten Baum- und Heckenbestand zu Leibe. Das Gestrüpp wurde gelichtet; tote Äste und Stämme wurden beseitigt und vor allem die markante Süntelbuche, die derzeit als größte und älteste auf dem Globus angesehen wird, wurde von hölzerner Konkurrenz befreit. Die Gemeinde hatte sich vor dem Kahlschlag von Fachleuten beraten lassen. Im Zuge der Untersuchungen musste auch ein Urteil über die mächtige Esskastanie gefällt werden: „Der Baum war leider ganz kaputt.“

„Wir haben jahrelang den Volkspark nur stiefmütterlich behandelt“, gab Heilmann zu. Doch damit sei jetzt Schluss. Die Aufräumaktion verbessere nicht nur die Blickachsen auf das nahe Schloss Schwedesdorf sowie auf die bereits erwähnte Süntelbuche, jetzt könne auch ein neuer Weg angelegt werden, der auf das Grundstück Reinecke führt. Auf diesem wird ein Parkplatz mit hohem Baumbestand angelegt. Zugleich gibt es bald eine Verbindung zur künftigen Servicewohnanlage, deren Fertigstellung für das Frühjahr angekündigt worden ist.

Der landwirtschaftliche Betrieb Reinecke plant seinen Wechsel in Richtung Blumenhagen. Dort steht bereits eine Maschinenhalle; der Bau des Wohnhauses beginnt in Kürze. Der Flecken, der bereits das komplette Grundstück am „Rundteil“ erworben hat, will umgehend die alten Scheunen abreißen lassen. Die beiden Wohngebäude sowie das so genannte „Drei-Giebel-Haus“ bleiben bestehen. Letzteres wird in seinem Innern zu Geschäftsräumen umgebaut. Der bisherige Familiensitz der Reineckes sowie die direkt angrenzende ehemalige „Rektorschule“ dient auch weiterhin Wohnzwecken.

Im Bereich Rodenberger Straße wird dies nicht die einzige Veränderung sein. Für 2011 sind der Umbau der Abzweigung Feggendorfer Straße und der Einmündung in die Memeler Straße zu einem Kreisel sowie eine neue Verkehrsführung am Schnittpunkt von Rodenberger Straße, „Rundteil“ und „Im Scheunenfeld“ geplant.




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