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Weltchampionat: Athleten demonstrieren Techniken vergangener Jahrhunderte

Kampfkunst mit Schwert und Bogen

Hülsede (han). Kampfkünste des Mittelalters haben zahlreiche Besucher nach Hülsede gelockt. Vor der Kulisse des Wasserschlosses tummelten sich Athleten, die mit Schwertern, Messern, Bucklern und Rapieren aufeinander losgingen. Die Gäste staunten nicht schlecht über die Präzision und Schnelligkeit, mit der die Klingen durch die Luft wirbelten und Gegner zu Boden gingen.

veröffentlicht am 07.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 02:22 Uhr

Die öffentliche Kampfschau war der Auftakt für das einwöchige Weltchampionat in historischer Kampfkunst, das von Sandra und Colin Richards ausgerichtet wird. Das Ehepaar betreibt die Kampfschule „Arts of Mars“. Auf einen dreitägigen Workshop folgen weitere drei Tage Wettkampf. Mit von der Partie sind 100 Teilnehmer aus zwölf Ländern, wie zum Beispiel die USA, Kanada, Südafrika und Nigeria.

Gezeigt wurden unter anderem Ring-, Dolch- und Rapiertechniken aus Italien und Deutschland. „Dies sind keine Showkämpfe, wie man sie auf Mittelaltermärkten sieht“, erklärte der Mitorganisator und Hauptsponsor Kai Finke, „es sind Live-Kämpfe nach historischem Vorbild.“ Gekämpft werde im Wesentlichen wie damals, jedoch mit stumpfen Schwertern.

Zudem ist das Treten des Gegners untersagt. Im Mittelalter hingegen waren die Soldaten in dieser Hinsicht nicht so zimperlich. Finke ist Kampfschüler von Colin Richards. „Man lernt ein Leben lang.“ Anhand von alten Manuskripten und Holzschnitten rekonstruieren die Sportler die damaligen Kampfsysteme.

Die Schützen der „German War Bow Society“ wiesen die Gäste am Wochenende in die hohe Kunst des Bogenschießens ein.

Viel Spaß hatten die Kinder, die sich mit kleinen Holzschwertern balgten. Zudem war eine kleine Schmiede aufgebaut. Hier konnten die jungen Gäste unter fachlicher Anleitung aus simplen Zimmermannsnägeln Herzen und Glücksbringer schmieden.

Eine eindrucksvolle Show boten die Schützen der „German War Bow Society“, die mit ihren englischen Langbögen auf Zielscheiben schossen. Um dem Publikum die Durchschlagskraft ihrer Waffen zu demonstrieren, durchlöcherten die Schützen sogar eine Autotür.




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