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Politiker fordern Radwege von Kleinenbremen nach Todenmann und Richtung Eisbergen

Kann dauern: Lückenschluss im Doppelpack

Kleinenbremen (ly). „Sehr gut versorgt“ sind Kleinenbremen, Nammen und Wülpke aus Sicht von Lutz Reiche mit der Rintelner Straße. „Eine der wenigen mir bekannten Straßen, die einen durchgehenden Radweg hat“, so der Portaner Radverkehrsbeauftragte.

veröffentlicht am 17.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 09:21 Uhr

Mag ja sein. Bloß hört dieser Radweg am Kleinenbremer Ortsausgang schlagartig auf. Richtung Rinteln, dessen Altstadt als reizvolles touristisches Ziel gilt, windet sich die Straße danach in engen Kurven durch den Berg. Für Radler wird’s gefährlich.

Einstimmig hat der Bezirksausschuss jetzt einen Lückenschluss befürwortet – und zwar an zwei Stellen. Erstens plädiert das Ortsgremium für den Bau eines Radwegs zwischen Kleinenbremen und Todenmann, großenteils an der Mindener Straße. Niedersächsische und nordrhein-westfälische Behörden müssten sich an einen Tisch setzen.

Zweitens geht es um die Lücke zwischen Kleinenbremen und Eisbergen. Von der Abzweigung Die Emme, aus der im weiteren Verlauf die Schaumburger Straße wird, bis zum Weinsberg, wo es links ab geht, soll nach dem Willen der Politiker ebenfalls ein Radweg entstehen. Dieser wäre ziemlich genau einen Kilometer lang und für Friedrich Vogt, Vorsitzender des Bezirksausschusses, „eine akzeptable Alternative“, wenn auch die kleinere Lösung. Ab Weinsberg ginge es dann über wenig befahrene Straßen weiter. Als „Idealvorstellung“ schwebt Vogt allerdings ein Radweg entlang der Emme und Schaumburger Straße bis nach Eisbergen vor, eine Strecke von etwa zweieinhalb Kilometern. Ob das in Zeiten knapper Kassen zu realisisieren wäre, müsste sich zeigen. Schon jetzt steht jedenfalls so gut wie fest, dass die Befürworter des zweifachen Lückenschlusses einen langen Atem brauchen.

„Uns ist klar, dass kein Radweg in zwei Jahren fertig ist“, räumt Vogt ein. „Aber wenn wir den Wunsch nicht anmelden, passiert garantiert nichts.“ Profitieren würden zum Beispiel auch Rintelner Radler, die sich das Besucherbergwerk ansehen möchten oder die als touristisches Ziel ausgewiesene Laurentius-Kapelle in Nammen.

Lutz Reiche, der im Bezirksausschuss den Entwurf des Radverkehrsplans vorstellte, verfolgt das Ziel, den Fahrradanteil am Verkehrsaufkommen auf zehn Prozent zu bringen. Nach dem Machtwechsel in Düsseldorf könnte sich Reiche vorstellen, „dass die neue Landesregierung aufgrund ihrer politischen Ausrichtung dem Radverkehr eher zugetan ist“. NRW hat seit Kurzem eine rot-grüne Minderheitsregierung.




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