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Naturdenkmal-Status für Kastanie Hülsede möglich

Kastanie nicht abgeschrieben

HÜLSEDE. Für den Schutzstatus der Kastanie, die an der Straße In der Rehre in Hülsede steht, ist die Frist auf einer Liste potenzieller Naturdenkmäler des Landkreises Schaumburg abgelaufen. Es wird jetzt geprüft, ob der Baum als Naturdenkmal klassifiziert werden kann.

veröffentlicht am 14.09.2018 um 07:57 Uhr

Diese Kastanie in Hülsede soll nach dem Willen von Naturschützern einen besonderen Schutzstatus zugesprochen bekommen.

Autor:

Guido Scholl
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HÜLSEDE. Umweltschützer machen sich Sorgen um die Kastanie, die seit vielen Jahrzehnten an der Straße In der Rehre in Hülsede wächst. Diese ist nicht mehr auf einer Liste potenzieller Naturdenkmäler des Landkreises Schaumburg vertreten. Doch das Aus dieses Schutzstatus‘ für den Baum bedeutet das noch längst nicht.

In der Tat ist die Frist abgelaufen, in der die Kastanie die sogenannte vorsichtshalbe Unterschutzstellung als mögliches künftiges Naturdenkmal genoss. Hintergrund ist nach Worten von Kreissprecherin Anja Gewald, dass einst geplant war, die Kastanie in die Liste der momentan 52 Naturdenkmäler des Landkreises aufzunehmen. Dann aber musste die gesamte Verordnung zu diesen Naturdenkmälern überarbeitet werden.

Und dies hat einige Zeit in Anspruch genommen, sodass die Unterschutzstellungs-Frist für die Kastanie ablief. Nach der Überarbeitung der Satzung wird Gewald zufolge noch einmal geprüft, ob der Zustand des Baums eine Klassifizierung als Naturdenkmal noch verdient. Denkbar sei dies durchaus, so Gewald, denn es handle sich um einen „wunderschönen Baum.“ In der Tat: Die Kastanie hat eine gigantische Krone, was vor allem daher kommt, dass sich der Stamm in etwa zwei Metern Höhe in mehrere Richtungen aufspaltet.

Der Stamm teilt sich kurz über dem Boden in mehrere Richtungen auf. Foto: gus
  • Der Stamm teilt sich kurz über dem Boden in mehrere Richtungen auf. Foto: gus

Seine Naturdenkmäler muss der Landkreis mit besonderer Aufmerksamkeit kontrollieren und pflegen. Daher kommt ein kranker Baum für die Aufnahme in diese Gemeinschaft nicht infrage. In Hülsede befinden sich mit der Orchideenwiese, zwei einzelnen Süntelbuchen und einer Dreier-Gruppe von Süntelbuchen gleich vier Naturdenkmäler.

Eine Eichengruppe in Schmarrie erhielt diesen Status einst auch, sie musste 2017 aber aus Sicherheitsgründen gefällt werden. In der Samtgemeinde Rodenberg gibt es außerdem nur zwei weitere Naturdenkmäler: Die alte Taufe im Deister und die Süntelbuche im Lauenauer Volkspark. Ebenfalls in 2017 verschwanden zwei Linden am Kohlenweg bei Groß Hegesdorf, die auch als Naturdenkmal eingestuft worden waren. Die beiden Bäume waren umgestürzt.

Somit hat die Samtgemeinde Rodenberg aktuell sechs Naturdenkmäler. In der Samtgemeinde Nenndorf sind es derer fünf: Eine Eichengruppe bei Suthfeld, der Krater bei Bad Nenndorf, eine Eiche im Erlengrund nahe der Cecilienhöhe, die Buchengruppe mit Saatkrähenkolonie in der Bückethaler Landwehr und eine Kombination aus Linde und Bergahorn an der Landwehrstraße in Waltringhausen.




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