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Staatskanzlei empfängt Konsularkorps im Kloster Loccum / Lob für Bemühungen der Landesregierung

Kaum eine Nation nicht vertreten

Loccum. Einmal im Jahr empfängt Niedersachsens Ministerpräsident die Honorar- und Generalkonsuln, die in seinem Bundesland ihren Sitz haben. In diesem Jahr hat Stephan Weil sie ins Kloster Loccum eingeladen, dessen Hausherr, Abt Horst Hirschler, ihm gerne zu diesem Zweck die Räume zur Verfügung gestellt hat.

veröffentlicht am 17.09.2013 um 19:24 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:22 Uhr

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Zu den Grußworten von den Sprechern der Konsuln und des Ministerpräsidenten ist die Presse eingeladen gewesen. Für den Rest des Empfangs wollten die Herrschaften lieber unter sich bleiben – sowohl bei der Besichtigung des Klosters als auch bei der Hora, dem Stundengebet im Kloster – was für manchen der Konsuln eine Premiere gewesen ist.

Eine Premiere ist dieser Empfang auch für Weil gewesen, der darauf verwies, dass er in seiner erst sieben Monate währenden Amtszeit nun schon zum dritten Mal in Loccum sei. Da Loccum allerdings eines der wichtigsten spirituellen Zentren Niedersachsens sei, verwundere das wohl kaum und auch die Tatsache, dass die evangelische Kirche einer der Fixpunkte sei, die das doch eigentlich noch junge Land Niedersachsen zusammenbringe, begründe die Wahl des Ortes für den Empfang.

Dann ging es Weil jedoch um die vielfachen kulturellen Beziehungen, die Niedersachsen pflege und damit um die versammelten Konsuln. Kaum eine Nation sei in Niedersachsen nicht durch Konsuln vertreten, sagte Weil, und gemeinsam mit der Landesregierung arbeiteten sie daran, dass sich alle Menschen aus anderen Nationen, die hier lebten, hier auch wohlfühlten.

Als Sprecher der Konsuln in Niedersachsen betonte Max Nelke, dass das Korps zu Weil bereits eine gute Beziehung zu dessen Zeit als Hannovers Oberbürgermeister gehabt habe. Die Ernennung einer Migrationsbeauftragten begrüßte er ausdrücklich, machte aber auch darauf aufmerksam, dass es um mehr gehe als um das Wohl der Menschen anderer Nationalitäten, die in Niedersachsen leben: Neben der Völkerverständigung stehe die Stärkung wirtschaftlicher und kultureller Beziehungen im Vordergrund.

Für Länder wie Griechenland und Spanien, aus denen derzeit viele junge Menschen nach Deutschland kommen, regte Nelke die Einrichtung von Generalkonsulaten an. Honorarkonsule leisten ihre Arbeit ehrenamtlich, Generalkonsule sind deren hauptamtliches Pendant.

Da die Grenzen der Zuständigkeitsbereiche der Konsuln fließend sind, gehörte auch eine große Abordnung aus Hamburg zu den rund 80 Gästen. Deren Sprecher Manuel A. Fernández Salorio hob die vielen landschaftlichen Schönheiten Niedersachsens hervor, die es manchem Zugereisten leicht wie Heimat erscheinen lassen würden, verwies aber ebenfalls auf die wirtschaftlichen Verflechtungen – ihre Vitalität verdanke etwa die niedersächsische Automobil-Industrie nicht zuletzt dem Export.

Abt Horst Hirschler, der dann die Regie übernehmen durfte, bedauerte lediglich, dass er nur 20 Minuten für eine Klosterführung eingeräumt bekommen habe. Aber mit solchen Führungen sei es wie mit dem Leben: Man könne niemals alles schaffen, was man sich vorgenommen habe.




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