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Straßenmeisterei fällt ortsbildprägenden Baum in Messenkamp

Kein Ersatz für die kranke Kastanie

Messenkamp (nah). Der alte Baumbestand in der Hülseder Straße in Messenkamp hat eine deutliche Lücke erfahren. Bisher wölbten sich entlang der Fahrbahn breite Kronen. Eine davon gibt es jetzt nicht mehr: Mitarbeiter der Straßenmeisterei fällten die etwa hundert Jahre alte Kastanie. Sie bildete seit Längerem eine Gefahr für Passanten und Fahrzeuge.

veröffentlicht am 25.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 02:22 Uhr

Das rund zwölf Meter hohe Gewächs hatte ohnehin einen ungünstigen Stand. Der Baum war zu einer Zeit gepflanzt worden, als es in Messenkamp noch keine Teerstraßen und Bürgersteige gab. Später ist dann ein Gehweg angelegt worden: Im Bereich des Stamms verjüngte sich der Streifen deutlich: Fußgänger mussten an der Engstelle vorbei.

Doch nun war das Aus gekommen. Der Baum sei krank gewesen, verriet ein Mitglied der Kolonne, die mit Hubsteiger Ast für Ast aus der Krone schnitt und allmählich den Stamm von oben nach unten abtrug. In der Tat waren die Schäden nicht zu übersehen: Risse in der Rinde, Löcher im Stamm und abgestorbene Äste.

„Wir haben uns sehr schwer getan“, bestätigte die Leiterin der Straßenmeisterei Stadthagen, Nicole de Leve. Das müsse bei altem Baumbestand immer sehr gut überlegt werden. Doch in Messenkamp sei keine andere Lösung möglich gewesen.

Für die Einwohner ist es schon die zweite bedeutende Lücke im früher fast geschlossenen alleeartigen Straßenbild zwischen Bauernstelle und Bundesstraßenunterführung. Vor Jahren musste unweit der jetzt gefallenen Kastanie der „Grenzbaum“ zwischen zwei benachbarten landwirtschaftlichen Betrieben weichen. Ein Sturm hatte die Krone der 150 Jahre alten Buche bersten lassen und diese auf ein Scheunendach geworfen. Daraufhin beseitigte die Feuerwehr auch die verbliebenen Reste des Riesen.

Die jetzt gefällte Kastanie wird nach Angaben der Straßenmeisterin voraussichtlich ersetzt werden; nicht jedoch in direkter Umgebung. Dafür sei kein Platz vorhanden. Regelmäßig erhalte die Untere Naturschutzbehörde jedoch eine Liste der gefällten Bäume. Von dort würden dann an geeigneter Stelle Neuanpflanzungen veranlasst.




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