weather-image
21°
×

Kritik wegen fehlenden Kartenschalters in Bad Nenndorf

Kein Reisebüro – kein Bahnticket

Bad Nenndorf. Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese hat die Deutsche Bahn kritisiert, weil diese aus seiner Sicht zu wenig dafür tut, den Fahrkartenverkauf im ländlichen Bereich zu gewährleisten.

veröffentlicht am 03.03.2014 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:22 Uhr

Hintergrund ist die Schließung des Reisebüros am Bahnhof Ende des vergangenen Jahres (wir berichteten).

Das Thema war während einer Sitzung des Behinderten- und Seniorenbeirats der Samtgemeinde Nenndorf angerissen worden. Klaus-Dieter Salzbrunn sagte in derselben Diskussion, dass auch die „Freizeit-Tenne“ ihren Fahrkartenverkauf eingestellt hat.

Siegfried Kreft erkundigte sich nach Möglichkeiten, wie die Stadt den DB-Kartenverkauf zurückbringen kann.

In der Touristinformation gebe es nur noch die Fahrkarten für den Großraumverkehr Hannover (GVH), Tickets für Reisen außerhalb dieses Gebiets seien nirgends mehr erhältlich. Reese sagte allerdings, es kann nicht Sache der Kommunen sein, den Ticketverkauf für die Deutsche Bahn zu subventionieren.

Diese habe eigentlich die Pflicht, ihre eigenen Kunden entsprechend zu bedienen.

Im Beirat herrschte diesbezüglich durchaus Einigkeit: Die Bahn hebe regelmäßig die Ticket-Tarife an und mache Gewinn. Die Kommunen könnten da nicht auch noch den Ticketservice auf eigene Kosten mitfinanzieren, zumal das Geld ohnehin schon knapp sei.

Andererseits waren sich die Diskutanten auch einig, dass ein Fahrkartenverkaufsschalter der Bahn durchaus zur Attraktivität der Stadt beitrage. Wie eine Rückkehr des DB-Verkaufs zu erreichen sein könnte, blieb unklar. Ein Vorstoß gegenüber der Bahn steht nicht zur Debatte.

Die nächste Sitzung des Behinderten- und Seniorenbeirats ist für Mittwoch, 19. März, um 14 Uhr im Curanum, Rudolf-Albrecht-Straße 44a, geplant.gus




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige