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Auftakt beim Rodenberger Schützenfest mit "sensationeller" Beteiligung

Keine Müdigkeit vorgeschützt

Rodenberg (bab). Zwischen dem größten Schützenfest der Welt in Hannover und dem kleinsten Schützenfest der Welt in Wiedenbrügge wird das schönste Schützenfest der Welt gefeiert, wie die Einwohner meinen: in Rodenberg am Deister. Sympathisch ist das Fest nicht nur, weil es den Bürgern vorbehalten ist und nicht den Vereinsschützen, sondern auch, weil ausgelassene Horden von Kindern das dreitägige Fest eröffnen.

veröffentlicht am 14.07.2008 um 00:00 Uhr

Die Sommerferien taten der Beteiligung am Kinderschützenfest keinen Abbruch. Der Schulhof an der Langen Straße füllte sich am Sonnabendmittag rasch. Für das Ereignis verzichtete der Nachwuchs sogar auf seinen sonst üblichen Mittagsschlaf so wie die zweieinhalbjährige Lucy. Sie hielt sich trotz aufsteigender Müdigkeit wacker wach. Bei kleinenSchwächeanfällen machte sie sich in ihrem bunt geschmückten Bollerwagen lang und ließ sich von ihren Eltern durch die Stadt kutschieren. Dem ein Jahr jüngeren Alexander-Benedikt Ritz machte das Spektakel vor lauter Müdigkeit aber so zu schaffen, dass er die königliche Fassung verlor. Mit seinem Wagen und dem Slogan "Ich bin kein Zwerg, ich bin der König von Rodenberg", gehörte er zu den drei Gewinnern, die für ihre schönsten Gefährte ausgezeichnet wurden. Unter Tränen nahm er den Preis entgegen. Tapferkeit zeigte hingegen Bjarne Syring, der als "Ritter von Rodenberg" ebenfalls einen Preis erhielt. Er ist allerdings schon fünf Jahre und kann gut auf den Mittagsschlaf verzichten. Auch der dreijährige Julius Syring hielt sich heldenhaft und gewann einen der drei Preise. Er hatte nicht nur sein Laufrad mit roten, weißen und grünen Bändern, Fahnen und Ballons geschmückt wie seine Mitstreiter, sondern auch sein blondes Haar zur Feier des Tages in den Stadtfarben gefärbt. Über die "sensationelle" Beteiligung am Kinderschützenfest freute sich Georg Hudalla, der den Nachmittag im Zelt moderierte. In Windeseile waren Tische und Stühle besetzt. Nachdem Saft und Kuchen verspeist worden waren, traten die Tanzgruppen der "Power Kids" vom TSV Algesdorf auf. Zauberer "Atti Kim" ließ Kaninchen und Tauben verschwinden und wieder auftauchen. Viele Kinder tummelten sich bei diversen Spielen, die im Zelt angeboten wurden und die teilweise so viel Geschicklichkeit erforderten, dass selbst die Erwachsenen das eine oder andere Gerät ausprobieren wollten. Der Spielebereichentwickelte sich im vollen Festzelt allerdings zum Hindernisparcours. Durch die neue Aufteilung des Zeltes, hielten sich die Kinder genau im Durchgang auf. "Wir müssen auch mal etwas Neues ausprobieren und neue Wege gehen", sagte Schützenoberst Heiko Katurbe. 200 Quadratmeter weniger habe das Zelt in diesem Jahr. Es gibt keinen Nebenbereich, dafür ist das Zelt länger und breiter. Katurbe sieht vor allem Vorteile für die Tanzvergnügen am Abend. Dadurch, dass sich alle in einem Bereich sammeln und nicht in die Ecken verteilen, könne eine bessere Atmosphäre entstehen. Sollte die Variante nicht praktikabel sein, "machen wir das im nächsten Jahr wieder anders", so Katurbe.




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