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CDU-Fraktionssprecher begründet städtisches Engagement

Keinen Keil in die Ärzteschaft

Rodenberg (bab). CDU-Fraktionssprecher Carsten Schulz hat die Jahresversammlung seines Ortsverbandes dazu genutzt, die Haltung zum Bau eines Ärztehauses noch einmal zu verdeutlichen und den Ankauf der Ladenzeile an der Ampelkreuzung Lange Straße/Allee zu begründen. Die Stadt will beim Ärztehaus als Investor auftreten. Es sei nicht die Absicht gewesen, einen „Keil in die Ärzteschaft“ zu treiben, rechtfertigte sich Schulz für Äußerungen, die er in der entsprechenden Ratssitzung getätigt hatte. Der CDU-Sprecher hatte in dem Gremium die Zustimmung der CDU zu dem Projekt mit der Standortsicherung untermauert und zugespitzt formuliert, der letzte Arzt könne sonst womöglich in zehn Jahren aus Rodenberg verschwunden sein.

veröffentlicht am 27.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 02:22 Uhr

Das hatte jene Mediziner auf den Plan gerufen, die von dem Plan dreier Kollegen und der Stadt erst aus der Zeitung erfahren hatten und daraufhin öffentlich ihren Unmut kundtaten. Sie seien weder von der Stadt informiert worden noch hätten sie vor, den Standort Rodenberg in den nächsten Jahren zu verlassen.

Schulz sagte bei der Jahresversammlung, er habe lediglich Befürchtungen ausgedrückt. Es habe nicht in seiner Absicht gelegen, den Ärzten zu unterstellen, sie würden aus Rodenberg verschwinden. „Im Gegenteil, falls ich mich geirrt habe, wäre ich der Letzte, der sich nicht darüber freut.“ Diejenigen Ärzte, die sich in einer Praxisgemeinschaft zusammentun wollten, seien auf die Stadt zugekommen. Und die Verhandlungen und die betriebswirtschaftlichen Einschätzungen lägen jetzt in Händen der Verwaltung. „Das Ding muss sich auch rechnen“, sagte Schulz.

Gerechnet hat sich nach Meinung des CDU-Fraktionsvorsitzenden der Ankauf der Ladenzeile an der Langen Straße 2. Das Gebäude sei für „einen sehr günstigen Preis“ angekauft worden und liege im Sanierungsgebiet der Städtebauförderung. Der Kauf diene dazu, „Leerstände zu verhindern“. Im Hinblick auf die Räume der ehemaligen Apotheke kündigte er an: „Dort wird sich etwas tun.“

Zusätzlich spekuliere die Stadt auf die Mieteinnahmen. Diese werden laut Schulz in etwa die Höhe derer des Hauses an der Deisterstraße 17 betragen.




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