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Der Naturschutzbund Rodenberg stellt sein neues Biotop am Altenhäger Waldrand vor

Kinder basteln ein Wasserrad aus Flaschenkorken

Altenhagen II (nah). Reich bebilderte Informationen für die Großen; Anregungen zum Basteln für die Kleinen: Im Rahmen der „Woche bürgerschaftlichen Engagements“ hat der Naturschutzbund (Nabu) Rodenberg sich und seine Arbeit vorgestellt. Symbolisch öffnete er die Tür zu seinem neu erworbenen Biotop in Altenhagen II. Dessen tierisches und pflanzliches Leben konnten Kinder mit großen Lupen und anderen Hilfsmitteln erforschen. Außerdem bauten sie kleine Wasserräder aus Flaschenkorken. Erwachsene erfuhren Wissenswertes anhand von Schautafeln und Handzetteln.

veröffentlicht am 08.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 08:42 Uhr

Vor zwei Jahren hatte die Organisation das 4200 Quadratmeter große Areal erworben. Außer eigenen Mitteln halfen eine Entschädigungszahlung der Eon/Avacon, die vor Jahren Kahlschlag auf einer benachbarten Fläche betrieben hatte sowie die niedersächsische „Bingo“-Umweltstiftung. Seither wird der Bereich zwischen Feldweg und Bachsaum systematisch umgestaltet Vor und hinter einer 100 Meter langen dreireihigen Hecke wächst bereits ein Saumstreifen aus Kräutern, Gräsern und Stauden. Vorstandsmitglied Kay Kietzke, der die Planung des Geländes mit entwickelt hat, freut sich bereits über das Vorkommen von Frauenmantel und Malve, Kuckuckslichtnelke und Knöterich. „Im nächsten Sommer kommt noch mehr“, erwartet er mit Hinweis auf die Zweijährigkeit mancher Wildgewächse.

In den vergangenen Monaten haben Kietzke und seine Helfer allerdings auch unliebsamen Kulturfolgern den Garaus gemacht: Von Hand wurden Hunderte Disteln beseitigt. Es wird nicht die letzte Saison gewesen sein: „Mit denen haben wir auch in den nächsten Jahren noch zu tun.“ Allerdings: Ein Distelreservoir muss bleiben – als Nahrungsstätte für Vögel, Schmetterlinge und Insekten.

Nabu-Vorsitzender Gerhard Hurek erläuterte Besuchern und Spaziergängern weitere erledigte Maßnahmen: „Himmelsteiche“, die nur zeitweilig als Lebensraum für Amphibien mit Wasser gefüllt sind; eine Feuchtwiese, Totholzaufschichtungen und Steinhaufen. Demnächst werden zehn Bäume als Streuobstwiese gepflanzt; Schautafel und Sitzbank sollen folgen.

Das Altenhäger Biotop ist nach dem Lyhrener Grabeloh die zweite Fläche, die der Nabu aus ökologischen Gründen sichert. Diese Notwendigkeit werde gerade in Altenhagen besonders anschaulich. Das Refugium für den Naturschutz befindet sich mitten zwischen riesigen Ackerschlägen.




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