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Gemeinde plant Großtagespflege

Kinderbetreuung am Kirchplatz

Apelern (gus). Die Bewohner Apelerns kommen in einem runden Dreivierteljahr aller Voraussicht nach in den Genuss schnellerer Internetanbindung. Außerdem plant die Gemeinde eine Kinderbetreuungseinrichtung im Ortskern.

veröffentlicht am 21.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:22 Uhr

Zwölf Monate nach Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags mit der Telekom soll die neue Internetversorgung für Apelern zur Verfügung stehen. Dann ist nach Worten des CDU-Sprechers Borries von Hammerstein eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 16,7 Megabit pro Sekunde möglich. Im September 2013 dürfte Apelern von dieser Verbesserung profitieren.

70 000 Euro habe die Gemeinde aus eigenem Geld „in die Hand genommen“, um den Ort attraktiv zu halten beziehungsweise attraktiver zu machen. Von Hammerstein beschrieb eine verbesserte DSL-Verbindung als einen weichen Standortfaktor für Kommunen. Schon Kinder würden heutzutage angewiesen, im Internet zu recherchieren. Der eine oder andere Interessent habe sich möglicherweise schon gegen Apelern als Wohnort entschieden, weil die Internetverbindung bislang mangelhaft war.

Der Vorsitzende des Kreisverbands Schaumburg im Städte- und Gemeindebund, Gerd Wischhöfer, goss etwas Wasser in den Wein: Auch die Gemeinde Pollhagen, deren Bürgermeister Wischhöfer lange gewesen ist, habe sich lange um DSL bemüht. Die Erfahrung sei nun, dass zwar die Infrastruktur besser ist, aber ausschließlich Verträge mit der Telekom abgeschlossen werden können.

Mit der geplanten Kindergroßtagespflege am Kirchplatz strich der CDU-Sprecher eine weitere Verbesserung der Infrastruktur heraus. Von Hammerstein drückte die Hoffnung aus, dass mehr Plätze für Kinderbetreuung im Ort auch dazu beitragen, dass die Grundschule noch lange in Apelern bleibt. Bis zu zehn Jungen und Mädchen sollen dort gleichzeitig betreut werden.

Kritik hatte es im Rat gegeben, weil die Projekte Lyhrener Dorfgemeinschaftshaus und Brücke Steinkamp noch nicht begonnen worden sind. Die Kulturschmiede sei inzwischen fast fertig, obwohl auch die Lyhrener Anfang 2012 eine Zusage bekommen hatten, ihre Dorferneuerungs-Projekte würden auch in 2012 gestartet, beschwerte sich ein Einwohner des Nachbarortes.

Bürgermeister Heinrich Oppenhausen wies darauf hin, dass die nötigen Zuschüsse für die Lyhrener Projekte nicht bewilligt worden sind. Zudem gebe es Uneinigkeit in Lyhren, was Planungsdetails anbelangt. Ortsbrandmeister Michael Pfingsten wünschte sich eine öffentliche Information der Bürger, dass nicht etwa das Geld nur nach Apelern „geschoben“ wird.

Von Hammerstein hatte zuvor gesagt, dass sich der Förderzeitraum noch bis 2017 erstreckt.




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