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Kinofreunde: Verein wächst auf 657 Mitglieder

Kino findet Freunde - Finanzen sind Problem

Bad Nenndorf (rwe). Mehr Mitglieder und mehr Gäste. So lautet die Devise der Kinofreunde für 2007, um zumindest eine schwarze Null zu schreiben. Denn die gab es 2005 nicht, wie der Vorstand in der Jahresversammlung einräumte, sondern ein Defizit von 4100 Euro. "Der Trend sinkender Besucherzahlen hat uns vergangenes Jahr erreicht", sagte Schatzmeisterin Ulrike Halisch rückblickend. Die Einnahmen an der Kasse sanken um 22 000 auf 64 600 Euro, damit fiel auch der Umsatz beim Verzehr auf unter 15 000 Euro. Insgesamt kamen 14 000 Gäste in das Kurtheater.

veröffentlicht am 13.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Ob die Kinofreunde diese Zahl auch 2006 erreichen, ist nicht klar. Bei 12 500 Besuchern standen sie Anfang Dezember. "Wir haben aber noch einen Film zum Bundesstart", sagte Vize Frank Lohmann mit Blick auf den Kassenschlager "Liebe kennt keine Ferien", der am Donnerstag anläuft. Bis jetzt weist der Verein ein Minus von 2900 Euro aus, das sich aber durch den städtischen Zuschuss von 3000 Euro decken lässt. Lohmann ging noch einmal auf die Schwierigkeiten ein, den Betrieb zu kalkulieren. "Wir kennen die Filme nicht, die kommen." Darüber hinaus bekomme ein kleines Kino nur selten die Chance, beim Bundesstart dabei zu sein. Die Preise habe der Verein bereits "moderat angepasst". Da sieht Lohmann kein Potenzial mehr. Auch nicht beim Sparen von Personal. "Da fahren wir an der unteren Kante." Der Vorstand geht zudem davon aus, dass Fixkosten steigen und auch die Filmpreise. Deshalb setzt der Verein auf Wachstum. In dieser Hinsicht gab es bei allem Trübsal, den die Branche gerade bläst, auch eine gute Nachricht. Die Zahl der Mitglieder stieg um 29 auf 257. Lohmann führt das auf verstärkte Werbung durch die Mitglieder und die Mitarbeiter im Kino zurück. "Wir haben die Besucher konsequent angesprochen." So sei es nicht nur gelungen, die Austritte zu kompensieren, sondern auch noch um mehr als zehn Prozent zuzulegen. Lohmann freute sichüber den Beschluss im Kulturausschuss auf einen städtischen Zuschuss von 4000 Euro für Sonderveranstaltungen und die Miete für das Kurtheater. "Damit haben wir die erste Hürde genommen." Der Stadt sollte das Kino dieser Betrag wert sein, fügte er hinzu und verwies auf die anderen Förderer. Unter anderem die Sparkasse Schaumburg und die BKK 24 unterstützen den Verein mit Leistungen von insgesamt mehr als 15 000 Euro pro Jahr.




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