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Historische Aufführung des „Messias“ in der Klosterkirche

Klangerlebnis wie für Händels Ohren

Loccum. Ein erster Vorgeschmack auf Weihnachten wird es sein, wenn am Sonnabend, 8. November, 18 Uhr, der „Messias“ von Georg Friedrich Händel in der Loccumer Klosterkirche aufgeführt wird. Auf das grenzüberschreitende Chorprojekt bereitet sich der Rehburg-Loccumer KulTour-Verein vor.

veröffentlicht am 30.10.2014 um 17:53 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:34 Uhr

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Friedrich Holze gerät ins Schwärmen, wenn er von dieser Aufführung redet. Der Vorsitzende des KulTour-Vereins hat sie schon einmal erlebt und wollte dieses Erlebnis auch gerne in seine Stadt holen – mit zwei Chören, großem Orchester, hochklassigen Solisten und unter der Regie des ehemaligen Nienburger Kreismusikdirektors Hans-Jürgen May. Dass dafür kaum ein anderer Ort als die Loccumer Klosterkirche infrage kommen konnte, war dem Vorstand schnell klar. Auf die Zustimmung des Klosters musste er nicht lange warten.

Grenzüberschreitend, erzählt Holze, sei die Aufführung, weil der Nienburger Chor Capella Vocale gemeinsam mit dem gleichnamigen Chor aus dem belgischen Dendermonde auftrete. Die Partnerschaft der beiden Städte hatte frühere Begegnungen schon ermöglicht.

Was Holze an dem Orchesterpart der Helios Kammerphilharmonie Hannover besonders freut, das ist die Darbietung in historischer Aufführungspraxis. Entgegen heutiger Instrumente dürften die Zuschauer sich auf ein Klangerlebnis freuen, wie es auch Händel selbst gehabt haben könnte. Intimer, mit dunklerem und reicherem Klangton als in heutiger Zeit üblich werde die Messe aufgeführt. Dass der Gesang im englischen Original ertöne, müsse hingegen niemanden abschrecken. „Wir nehmen unsere Zuhörer ernst und haben ein umfangreiches Programmheft mit den deutschen Übersetzungen und etlichen anderen Informationen gestaltet“, sagt Holze.

Eingebettet ist der „Messias“ in die kulturellen Veranstaltungen, die das Kloster unter dem Titel „Krieg und Frieden“ an fünf Wochenenden in diesem Herbst anbietet. Vordergründig spielten Krieg und Frieden zwar nicht in der Messe mit, sagt Holze, die zerstörerischen Kräfte, die anfangs beschworen würden, und deren Überwindung durch die Ankündigung des Messias schaffe aber doch eine Verbindung zu dem Thema. Für diejenigen, die mehr möchten als nur die Musik genießen, bietet der Verein für Montag, 3. November, 19.30 Uhr, im Loccumer Gemeindehaus an der Weserstraße zusätzlich einen Vortrag zu Händels „Messias“ an, den Holze gestalten wird.

Wer die Messe hören möchte, bekommt Eintrittskarten im Vorverkauf über die Kartenhotline des KulTour-Vereins mit der Nummer (0 57 66) 9 41 90 36 und über die Firma Schumacher in Loccum sowie über die Drogerie Schulz in Rehburg und die „Romantik Bad Rehburg“ – oder an der Abendkasse.




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