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Gemischter Chor überzeugte mit seiner Intonation

Klangvoll im Kunstkreis

HAMELN. Das vierstimmig-gemischte Vokalensemble „ klangvoll“ – ideal besetzt mit fünf Sängerinnen und Sängern aus Hameln mit neun Pädagogen und einem Polizisten – fand bei seinen zwei Konzerten im Hamelner Kunstkreis großen Anklang beim Publikum.

veröffentlicht am 16.11.2017 um 00:00 Uhr

Jeder einzelne Song wurde mit anhaltendem Applaus belohnt.

Dargeboten wurden Werke, die eine spezifische musikalische Prägung haben. „klangvoll“ wählt für sein Programm gezielt Arrangements aus, in denen Melodik und Harmonik eine gleichberechtigte Gewichtung erfahren.

Es gab am gesamten Abend nur einen Fehlgriff. Das Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ gehört zu den schönsten deutschen Volksliedern. Es hätte ein besseres Arrangement verdient als das dargebotene mit einem dünnen Minimum an Harmonik und die Prägung durch unmotivierte rhythmische Zickereien. Doch der Ausrutscher war schon bei der Darbietung des nächsten Vollblut-Arrangements vergessen.

Eine kluge Auswahl von Beiträgen für ein Konzert ist allerdings noch lange kein Garant dafür, dass das Publikum mit Begeisterung reagiert. Mehrere Faktoren sorgten für den Erfolg. Die Sängerinnen und Sänger pflegen eine höchst beachtliche Aussprache-Kultur. Man hört – man traut seinen Ohren kaum – jedes Wort, sodass man die Aussagen der Texte mitfühlen und mitdenken kann.

Vorbildlich ist auch die Feinst-Abstimmung in den einzelnen Stimmen und beim Chor-Gesamtklang. Durch die höhere Gewichtung der Harmonik wird den Musizierenden ein Höchstmaß an Klarheit in der Intonation abverlangt. Das Ensemble wurde selbst den höchsten Anforderungen in einigen Songs voll gerecht. Und das bei einer atemberaubenden Präzision, die in keiner Phase aufgezwungen wirkte, sondern wie völlig selbstverständlich in die jeweilige Interpretation eingebracht wurde.

Die „Klangvollen“ wurden nachdenklich bei Songs mit entsprechenden Texten, jubelten mit den Jubel-Gospels und wurden herrlich albern bei dem Gassenhauer „Zottelmarsch“. „Dieses Erleben von Musik miterleben zu können, war ein Gewinn“, betont Manfred Arendt und er ist sich sicher, „dass alle Besucher mit einem beglückten Rückblick auf das Konzert den Heimweg mit der Melodie des Liedes ‚thank you for the music‘ angetreten haben.PR




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