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Bis Anfang März stellt Hannelore Thomas ihre Bilder in der „Hofapotheke“ aus

Klare Form, kräftige Farbe und viel Freiraum für kreative Bildgestaltung

Bückeburg (sig). Grenzen sind zum Überwinden da. Das denkt zumindest Hannelore Thomas aus Obernkirchen. Mit der Malerei hatte sie erst in späteren Lebensjahren begonnen und dann Schritt für Schritt die verschiedenen Techniken erprobt. Dabei spürte sie, dass sie gut vorankommt. Inzwischen erklärt sie: „Ich bin in der Malerei für alles offen und jederzeit bereit, neue Wege zu beschreiten.“ Das will sie derzeit mit einer Bilder-Ausstellung in der Bückeburger „Hofapotheke“ beweisen.

veröffentlicht am 13.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 09:41 Uhr

Wenn sie arbeite, dann konzentriere sie sich auch voll auf das, was sie gerade mache, versicherte Hannelore Thomas im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Malen stand allerdings nicht am Anfang ihres Lebensweges. Nach der Schulzeit erlernte sie in ihrem Geburtsort Bockenem bei Hildesheim zunächst den Beruf einer Friseurin. Später wechselte sie nach Lemgo, um für eine bekannte Leuchtenfirma in der Datenverarbeitung tätig zu sein.

1982 wurde Obernkirchen aus familiären Gründen ihr neuer Lebensmittelpunkt. Dort schloss sie sich auch der von sieben Frauen gegründeten „Farbpalette“ an, die sich alle zwei Wochen zum „Malabend“ trifft. Ihre ersten Erfahrungen auf diesem Feld hatte Hannelore Thomas in der Hinterglasmalerei gesammelt. Nacheinander befasste sie sich erst mit der Öl- und dann mit der Aquarellmalerei, bevor sie die Vorzüge der Acrylfarben entdeckte.

„Diese Maltechnik bietet mir mehr Freiraum für eine kreative Bildgestaltung“, begründet Hannelore Thomas ihren Schritt. Offensichtlich arbeitet sie gern großräumig mit kräftigen leuchtenden Farbtönen. Sie setzt auch Sand, Spachtelmasse und sogar kleine Steine ein, um eine gewisse Dreidimensionalität zu erzielen. Acrylfarben machen das möglich, denn sie binden besser.

Anregungen zu ihren Motiven holt sich die Obernkirchenerin auf Reisen. Wenn ihr ein bestimmter Blickwinkel oder irgendein Objekt gefällt, dann wird das Gesehene erst einmal mit der Kamera eingefangen. Auch irgendwelche Vorlagen können durchaus als Anregungen dienen.

Eine Selbstbegrenzung kennt Hannelore Thomas in der Malerei nicht. Sie nimmt neue Herausforderungen gern an, wie zum Beispiel Collagen und Abstraktes. Einen Einblick in ihr Schaffen gab sie erstmalig im Jahre 2000 bei einer Gemeinschaftsausstellung der Sparkasse Schaumburg in Obernkirchen. Seitdem ist eine Vielzahl weiterer Ausstellungen im Schaumburger Land gefolgt.

In der „Hofapotheke“ zeigt die 57-Jährige bis Anfang März einen Querschnitt ihres Schaffens. Der Betrachter findet beeindruckende afrikanische Motive, die Toskana in moderner Gestaltungsform, ein leuchtendes Rapsfeld, einen angriffsbereiten Stier und die eher diffus angedeuteten nächtlichen Umrisse von Sidney. Symbol für die Verlorenheit des Einzelnen im Häusermeer von New York ist ein Bild, das ganz unten weltverloren in der Tiefe der Häuserschluchten ein einsames kleines gelbes Taxi zeigt.




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