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Sozialpädagoge Hans-Georg Kelterborn beim ersten „Theologischen Aschermittwoch“ in Bergkirchen

Klartext in der Kirche

Bergkirchen. Freundlich-verbindlich, aber trotzdem klar und präzise, so hat Hans-Georg Keltenborn beim ersten „Theologischen Aschermittwoch“ in der St.-Katharinen-Kirche in Bergkirchen über „religiöse Erziehung in unsicheren Zeiten“ referiert.

veröffentlicht am 05.03.2014 um 21:39 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:22 Uhr

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„Wenn Dein Kind Dich fragt ...“, so hatte der frühere Leiter der Evangelischen Fachhochschule für Sozialpädagogik in Heilbronn seinen Vortrag überschrieben – und Pastor Hartmut Steinwachs gleich auch noch die Idee zum „Theologischen Aschermittwoch“ geliefert, die der Bergkirchener Geistliche „zauberhaft“ fand, und die nun offenbar in der Gemeinde zur Tradition werden soll. Allerdings ohne „polternde Politiker“ (Steinwachs), sondern mit theologischen Themen.

Zum Wort gesellten sich Magdalena Koller (Gesang) und Jonathan Hager (Gitarre) mit musikalischen Zwischenspielen.

Kelterborn analysierte den „Traditionsabbruch“, der durch einen Wechsel zur offenen Gesellschaft gekennzeichnet sei. Dieses wiederum habe eine „problematische Zurücknahme der Erwachsenen und große Auswirkung der Selbstbestimmung der Kinder“ zur Folge.

Der Sozialpädagoge forderte eine „Kultur des Aufwachens“ und skizzierte die Chance dafür bei der religiös-christlichen Erziehung und Bildung. Es sei wichtig, sagte er, „liebevolle und verlässliche Beziehungen“ zu leben und unter anderem eine „religiöse Spur des Vertrauens“ zu legen und „radikale Fragen ernst zu nehmen“. Unter anderem plädierte er dafür, nur ausgewählte Medien gemeinsam zu nutzen, und einen Eltern-Kind-Vertrag für Nutzung und Zeitgrenzen bei den Online-Medien abzuschließen.

Die wichtigsten Erzieher seien die Eltern, und die Familie bleibe auch für die Heranwachsenden „Basislager für Gipfelstürmer“.




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