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Erlöse für Hilfsorganisation

„Klassik im Palais“ mit renommierten Musikern

BÜCKEBURG. Mit einer erquickend vielfältigen Stückeauswahl hat ein im Rahmen der Reihe „Klassik im Palais“ präsentiertes Konzert sein Publikum begeistert. Die Erlöse kamen einem guten Zweck zugute.

veröffentlicht am 16.09.2018 um 14:25 Uhr
aktualisiert am 16.09.2018 um 19:10 Uhr

Jonathan Alder (von links), Marco Reiß und Manfred Preis musizieren im Herminen-Palais. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter

BÜCKEBURG. Mit einer erquickend vielfältigen Stückeauswahl hat ein im Rahmen der Reihe Klassik im Palais im Palais der Bernd-Blindow-Schulen präsentiertes Konzert sein Publikum für sich eingenommen. Die vom Lions Club Schaumburg veranstaltete Aufführung führte drei renommierte Musiker der Berliner Philharmoniker und der Magdeburgischen Philharmonie zusammen. Zu hören waren Jonathan Alder (Klavier), Manfred Preis (Klarinette und Saxofon) sowie Marco Reiß (Violine).

Das Trio spannte einen von überaus traurigen Liedern über ausgelassene ungarische Tänze und ans Herz gehende Tangomelodien bis zu einer südamerikanischen Adaption von Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ reichenden Bogen, der für jeden Geschmack etwas bereithielt und das bemerkenswert hohe musikalische Niveau der Interpreten unter Beweis stellte.

Dass sie ihren Ausführungen zwei von Tränen, Trauer und Hoffnungslosigkeit erzählende Komposition des Iren John Dowland voranstellten und über Zwischenstationen bei Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy mehr oder weniger schnurstracks zu den von Johannes Brahms notierten munteren Tänzen gelangten, zeigte zudem die Offenheit der Musiker gegenüber unterschiedlichen Stimmungen und Stilrichtungen auf.

Zum Gesamterfolg trug bei, dass Jonathan Alder gut gelaunt und locker durchs Programm führte. „Wenn Manfred gleich völlig durchdreht, ist das ganz im Sinne von Brahms, der liebte das Chaos“, kündigte er etwa die mit stürmischem Applaus belohnten Tänze an. Mit Cuatro Estaciones Porteñas stellte das Trio im zweiten Teil des Abends eine Tango-Suite vor, die Astor Piazzolla in den Sechzigern Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ gegenüberstellte. Dabei ließ der argentinische Bandoneonspieler und Komponist auch Einflüsse von Igor Strawinsky, Paul Hindemith und Béla Bartók anklingen.




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