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Betriebe schneiden bei der amtlichen Brotprüfung „ausgezeichnet“ ab / Obermeister glaubt an das Handwerk

„Klassische Bäcker haben Zukunft“

Landkreis. Ausgezeichnete Ergebnisse haben die angetretenen Bäckereien bei der amtlichen Brotprüfung der Bäckerinnung Schaumburg im vergangenen Monat erzielt und am Montag ihre Urkunden entgegengenommen. Insgesamt neun Betriebe aus dem Landkreis stellten sich der Jury und erhielten die Beurteilung, dass 88 Prozent der eingereichten Brote mit „sehr gut“ oder „gut“ bewertet wurden.

veröffentlicht am 10.06.2013 um 19:48 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:33 Uhr

10. Juni 2013 19:48 Uhr

Landkreis. Ausgezeichnete Ergebnisse haben die angetretenen Bäckereien bei der amtlichen Brotprüfung der Bäckerinnung Schaumburg im vergangenen Monat erzielt und am Montag ihre Urkunden entgegengenommen. Insgesamt neun Betriebe aus dem Landkreis stellten sich der Jury und erhielten die Beurteilung, dass 88 Prozent der eingereichten Brote mit „sehr gut“ oder „gut“ bewertet wurden.

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Die kritischen Geschmacksnerven des amtlichen Brotprüfers Michael Isensee vom Institut für Qualitätssicherung von Backwaren konnten überzeugt werden und gaben den Ausschlag für das „ausgezeichnete Ergebnis“, wie Fritz Pape, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schaumburg, die Ergebnisse zusammenfasst. 68 Prozent der eingereichten Brote erhielten das Testergebnis „sehr gut“, 20 Prozent schnitten mit „gut“ ab. „Die restlichen zwölf Prozent waren immerhin noch sehr zufriedenstellend.

„Schon bei unter 90 von 100 möglichen Punkten erhält ein Brot bei dem Bewertungsverfahren kein ‚gut‘ mehr“, erklärte Obermeister Karl Wilke. Selbst die weniger gut getesteten Brote lägen noch immer bei fast 90 Punkten, betonte er. „Die Bäcker erhalten sofort einen Verbesserungsvorschlag und können ihre Produkte im folgenden Jahr wieder einreichen“, sagte er im Hinblick auf den Sinn und Zweck der Veranstaltung.

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Obermeister Wilke ist davon überzeugt, dass auch die kleinen, klassisch arbeitenden Bäcker in Zukunft eine Chance haben. „Sie können sich auf individuelle Kundenwünsche viel besser einstellen.“ Des Weiteren betonte der Bäckermeister, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Bäcker und Kunde ein ganz anderes sei, wenn sich die Beteiligten persönlich kennen.

Pape ist der Meinung, dass die Menschen die Serviceleistungen der alteingesessenen Bäckereien schätzen sollten. „Einige fahren noch immer mit ihren Verkaufswagen in die entlegensten Orte. Besonders für viele ältere Menschen ist das unverzichtbar.“

Vertreter von neun Betrieben haben in diesem Jahr an der freiwilligen Prüfung teilgenommen und im Stadthäger Haus des Handwerks ihre Auszeichnungen entgegengenommen. Pape freut sich unterdessen schon auf die nächste Brotprüfung im kommenden Jahr. Diese wird wieder während der Regionalschau ausgetragen. „Wir hoffen, dass sie damit einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.“