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Rededuell beim LZ-Wahlforum: Amtsinhaber und Herausforderer stellen sich kritischen Fragen

Kleiner Unterschied, verzweifelt gesucht

Bückeburg. Etwa 80 Bückeburger haben gestern Abend erlebt, wie beim LZ-Wahlforum zur Bürgermeisterwahl 2013 im Joël-Le-Theule-Saal Amtsinhaber Reiner Brombach (SPD) und dessen Herausforderer Axel Wohlgemuth (CDU) die Fragen von Frank Werner (stellvertretender Chefredakteur) und Raimund Cremers (Redakteur für Bückeburg) beantwortet haben – oder diesen galant ausgewichen sind.

veröffentlicht am 11.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:41 Uhr

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Große Kontroversen? Klare Ecken und Kanten im Wahlkampf? Deutliche Gegensätze in den Inhalten? Der bisherige Wahlkampf der beiden politischen Kontrahenten hat derlei nicht zutage gefördert. Und zu all dem, Frank Werner machte das in seiner launigen Einführung deutlich, kommt auch noch: Beide stammen aus Minden, beide mähen zu Hause gerne den Rasen, beide radeln mit dem Mountainbike den Großglockner hinauf.

Mithin galt es, wohl bestenfalls in Nuancen vorhandene Unterschiede herauszukitzeln zwischen Brombach, der die Bückeburger Verwaltung seit 20 Jahren leitet, und Wohlgemuth, der ebenfalls auf 20 Jahre Erfahrung in der Verwaltung zurückblickt – an der Universität Bielefeld.

Brombach, der „für volle acht Jahre im Amt“ antritt, und Wohlgemuth, für den es nach Bielefeld „keinen Weg zurück mehr“ gibt, sofern der Wahlabend am 22. September ihn als Sieger sehen sollte, sahen sich in der ersten Fragerunde mit einem bildungspolitischen Thema konfrontiert. Raimund Cremers sprach die Entwicklung bei den Grundschulen an, wo zum einen wegen sinkender Schülerzahlen der Bestand der Grundschule in Meinsen gefährdet ist und wo andererseits Kinder aus Cammer für teures Geld ins Westfälische gefahren werden. Axel Wohlgemuth möchte „alle vier Grundschulstandorte in der Stadt dauerhaft sichern“ und schließt nicht aus, dazu „nötigenfalls“ auch Cammers Kinder künftig nach Bückeburg zu schicken. Das sieht, welche Überraschung, Brombach ebenso, „solange uns nicht die Sachzwänge etwas anders aufgeben“.

Es war gestern Abend die von Frank Werner eingangs beschriebene „verzweifelte Suche“ nach dem kleinen Unterschied zwischen beiden Kandidaten. Wie diese in der weiteren Diskussion verlaufen ist, lesen Sie morgen in dieser Zeitung.




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